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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
309
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auf die Regierung und umgekehrt. 3og

Geist des Abentheuers und der Feldzüge hatte Lie-der und Liebe erweckt; der Kriegsgeist schmolz ineinige Milde, die der Sprache und auch andernWissenschaften wohl that. — Universitätenwaren damals die Lieblingsstiftungen der Fürsten,durch sie wurden die Gelehrten Glieder desStaats, von den Kaisern selbst auf ehrwürdigeWeise cingeführet. Sie genossen Rechte hes Adels;hierdurch ward der rohe Kriegsgeist und die stolzeUnwissenheit deS letzten etwas geschwächt. Allmäh-lich sonderten sie sich von Klosterft und wurden eineArt literarischer Aristokratien, also ein Fri-stet at im Staate. Die Wissenschaften fandeneine Ehre und Sicherheit, die sit sonst nicht gehabthatten; auch die sogenannten Ketzer zogen sich lan-ge hinter den Schild literarische^ Privilegien zurückund konnten schwerer angetastet werden. Dispu-tatio ns weise ward Manches chehandelt, wovonpositiv reden zu können, noch keine Zeit war;einzelne Lehrer traten oft auf die'Seite der Fürsten,und zuletzt wurden die Universitäten selbst Rüstkam-mern gegen den Pabst. Re chtsg,lehrte wurden Ora-kel der Fürsten und ihre Räche; die Fakultätenstanden als geschlossene Zünfte und Pha-langen der Literatur im Staate da. Aller-dings ist also durch sie die Wissenschaft sehr be-festigt und ausgebreitet worden. Die Scholastik undandere Scienzicn wurde» , wo nicht sogleich nütz-lich, so doch sehr fleißig, formell, pünktlich ge-trieben : die Lernenden wallten schaarenweise dahin,meistens in ziemlich reifen Jahren, hielten sichauch länger darauf auf, als jetzo nur gedacht wird;das Studium ward überhaupt, wie die Nitterwis-