Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

auf die Regierung und umgekehrt. 3c>7

Schriften verschiedener Art, und ließ si'e übersetzenund lehren; errichtete die Universität zu Neapel,Wien, vielleicht auch Padua, verbesserte die zuBologna, zu Salerno, die wie Morgensterne dieersten Strahlen geworfen hatten. Sein unglückli-cher Petrus äs Virisls stand ihm treulich bei; esward Dämmerung im Reich der Schatten. Streitalso gegen drückende Mißbräuche hatüberall das erste Licht befördert und die Finsternißhat sich mit ihrer Übermächten ^ Rohheit selbst ge-schadet. In mehr als Einem! Lande stand einKetzer auf, den die Regierung! nicht zuerst undmeistens nur dann verfolgte, wepn seine Meynun-gen schon verbreitet waren. Überall drang manauf Kirche »Verbesserung^ auf Reforma-tion der Schulen und Klöster. Die R c c h-te der Fürsten sollten verthciSigt werden; diesbrachte die Rechtsgelchrsamkeit hervor. EinzelneGelehrte wagten's, sie selbst gegen den Papst inSchutz zu nehmen ; dazu ward überlegene Wissen-schaft erfordert, diese also gesucht und belohnet.Eine Reihe äußerer Umstande der Regierungen kanidazu, die entschlafene Wissenschaft von den Todtenzu erwecken; unter denen öffentliche Züge, Ex-peditionen die vornehmsten waren. Man lerntesich, lernte fremde Reiche, Völker, Länder undRegierungen kennen, lernte fremde Sprachen, sahfremde Dinge, nutzte fremde Erfindungen, dieReiche bewegten sich in großen Massen auf einan-der, bis in ihrem Innern auch heilsame Gährungward. In Amalsi fand Kaiser Lothar, wenn dieSage wahr ist, das Exemplar der Pandekten, das

U 2