2AS VII. Dom Einfluß der Wissenschaften
schwebend erhielte so konnte er freylich auch auf dieWissenschaften nicht anders als Privatmannwirken. Er gönnte Dichtern seine Freundschaft, denZurritt in seinem Hause: ec selbst und sein Maccnasund sein Agrippa waren Dichter; dies konnte denWissenschaften nicht anders, als einen schönen Nach-mittag geben. Schöne Stunden, auf dhe bald einneidiger Abend, eine stürmische Nacht folgten! AlsTibcrius den, der ihn übertraf, mit dem Tode be-strafte, als Casus Caligula den Homer, Virgil,Livius, ja die ganze Rechtsgclehrsamkcit vertilgenwollte, als Nero seine schlechten Verse durch alleStraßen singen, in allen Schulen ablesen ließ, alsselbst der bessere Hadrian klein genug war, den Ci-cero, Homer und Virgil gegen sich zu. verkleinern,und der Erste in jeder Art seyn wollte — allerdingS-
vietge.sta.lte Römerwelt,, so frisch, nach der Repu-.klik, fünfzig Jahre sesthielt, und auf sein Jahr-,hundert den Be.ynamen eines goldenen prägte,war der ein so gar schwacher Privatmann? Ein.schwacher Mann --- hätte ex hingereicht, der:(obwohl müden) Welt eine Ordnung der Dingeqnzugewöhnen, welche ein halbes Jahrtausend,hindurch immer insofern blühete oder sank,so wie sie mehr oder weniger seinem Vorbildglich. Was kqnn eine ermüdete, vorhin schotrhöchst verdorbene, der Freiheit nicht mehr fähi-ge, nicht mehr würdige, Welt besseres, größe-res sich wünschen, als einen. August!.
M ü l l e r.