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VI. Ahnungen
als den Gang erblicken, nach welchem sich dermenschliche Verstand jedes Orts einzig und alleinentwickeln können, und noch ferner entwickeln soll;als über eine derselben entweder lächeln oder zürnen?Diesen unfern Hohn, diesen unfern Unwillen ver-diente in der besten Welt nichts: und nur die Re-ligionen sollten ihn verdienen? Gott hätte seine Handbei Allem im Spiel; nur bei unfern Jrrthümernnicht?"
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„Sie wird kommen, sie wird gewiß kommen,die Zeit der Vollendung, da der Mensch, je über-zeugter sein Verstand einer immer bessern Zukunftsich fühlet, von dieser Zukunft gleichwohl Bewe-gungsgründe zu seinen Handlungen zu erborgen nichtnöthig haben wird: da er dasGute thun wird,weil es das Gute ist."
„Der Schwärmer thut oft sehr richtige Blickein die Zukunft: aber er kann diese Zukunft nurnicht erwarten. Er wünscht diese Zukunft beschleu-niget; und wünscht, daß sie durch ihn beschleunigetwerde. Wozu sich die Natur Jahrtausende Zeitnimmt, soll in dem Augenblicke seines Daseynsreifen. Denn was hat Er davon, wenn das, waser für das Bessere erkennt, nicht noch bei seinenLebzeiten das Bessere wird? Kommt er wieder?Glaubt er wieder zu kommen? — Sonderbar, daßdiese Schwärmerei allein unter den Schwärmernnicht mehr Mode werden will." *)
) Erziehung des Menschengeschlechts. S> 8b. 90,