VI. Ahnungen
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„Oder weil so zu viel Zeit für mich verlorengehen würde? —> Verloren? >— Und was habe ichdenn zu versäumen? Ist nicht die ganze Ewigkeitmein?"
8 .
So Leßing* **) ). Und ich setze sogleich, um denTon nicht zu überstimmen, eine Stelle hinzu, die erin einer strengeren, Gemüthsfassung schrieb:^)„Daß man die Menschen von der Begierde ihrSchicksal in jenem Leben zu wissen, eben so abhal-ten sollte, als man ihnen abrath, zu forschen, wasihr Schicksal in diesem Leben sey."
a.
„So viel, meynt er, fangt man ziemlich an zuerkennen, daß dem Menschen mit der Wissenschaft
*) Leßings Erziehung des Menschengeschlechts. Ber-lin 178». 8, gst.
**) Leßings Leben und Nachlaß Th. 2. Ineinem seiner Briefe sagt er, daß er die kleineSchrift über die Erziehung des Menschenge-schlechts nicht apodiktisch, sondern gymnastischgeschrieben habe; worauf auch das Motto dersel-ben aus Augustin deutet: Huer ouinis lulleesse iu guibusllam vers, nulle in. guiburäsmk>.l.8a suni. Zu Untersuchung dieses Wahren undFalschen, oder des Gewissen und Ungewissen An-laß zu geben, war also des Verfassers eigentlicheAbsicht.