Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
166
Einzelbild herunterladen
 

VI. Ahnungen

i66

7 -

Oder weil so zu viel Zeit für mich verlorengehen würde?> Verloren? > Und was habe ichdenn zu versäumen? Ist nicht die ganze Ewigkeitmein?"

8 .

So Leßing* **) ). Und ich setze sogleich, um denTon nicht zu überstimmen, eine Stelle hinzu, die erin einer strengeren, Gemüthsfassung schrieb:^)Daß man die Menschen von der Begierde ihrSchicksal in jenem Leben zu wissen, eben so abhal-ten sollte, als man ihnen abrath, zu forschen, wasihr Schicksal in diesem Leben sey."

a.

So viel, meynt er, fangt man ziemlich an zuerkennen, daß dem Menschen mit der Wissenschaft

*) Leßings Erziehung des Menschengeschlechts. Ber-lin 178». 8, gst.

**) Leßings Leben und Nachlaß Th. 2. Ineinem seiner Briefe sagt er, daß er die kleineSchrift über die Erziehung des Menschenge-schlechts nicht apodiktisch, sondern gymnastischgeschrieben habe; worauf auch das Motto dersel-ben aus Augustin deutet: Huer ouinis lulleesse iu guibusllam vers, nulle in. guiburäsmk>.l.8a suni. Zu Untersuchung dieses Wahren undFalschen, oder des Gewissen und Ungewissen An-laß zu geben, war also des Verfassers eigentlicheAbsicht.