der eigenen Zukunft. 147
Die dunkle Woge des Sees ertönt;
Beugt dorr nicht ein Baum vom Mora sich niederUnd seine Aeste sind entlaubt?
Er beugt sich, Sohn Alpins, im rauschenden Windes-hauch ;
Meine Harfe hangt am dürren Ast,
Und traurig ist der Klang aus ihren Saiten, —
Harfe, rühret dich der Wind?
Oder ist's vorübergehend ein Geist? —
Es ist Malvinens Hand! *)
Bringe die Harfe mir, du Sohn Alpins!
Ein anderer Gesang soll steigen auf,
Mein Geist soll scheiden in dem Gesang',
Meine Barer sollen ihn hören in ihrer luftigen Hall'.Ihr dämmernd Antlitz wird sich niederneigen,
Bon ihren Wolken werden sie freudig schaun,
Und ihre Hand empfangen ihren Sohn.
Der Sterbegesang fängt an:
Die alte Eiche neigt sich über den Strom:
Mit allem ihrem Moose seufzet sie.
Das welke Farrenkraut rauscht naher mirUnd mischt sich, wie es webt, mit Oßians Haar«
Rühre die Harf' und erbebe Gesang!
Seyd nah, mit allen euren Schwingen, ihr Winde'Traget hinweg den traurigen Schall,
Zu Fingals luftiger Halle.
*) Der verstorbenen Gattin seines Sohns.
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