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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
125
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für die Menschheit. 126

3r.

Je besser ein Staat ist, desto angelegentlicherund glücklicher wird in ihm die Humanität gi-pfle g et; je inhumaner, desto unglücklicher undärger. Dies geht durch alle Glieder und Verbin-dungen desselben von der Hütte an bis zum Throne.

32.

Der Politik ist der Mensch ein Mittel; debMoral ist er Zweck. Beide Wissenschaften müssenEins werden, oder sie sind schädlich wider einander.Alle dabei erscheinende Disparaten indeß müssen dieMenschen belehren, damit sie wenigstens durch ei-genen Schaden klug werden.

33.

Wie jeden aufmerksamen einzelnen Men-schen das Gesetz der Natur zur Humanität führet;seine rauhen Ecken werden ihm abgcstoßen, er mußsich überwinden, andern nachgeben, und seine Kräf-te zum Besten anderer gebrauchen lernen: so wir-ken die verschiedenen Eharaktere undSinnesarten zum Wohl des größeren Ganzen.Jeder fühlt die Uebel der Welt nach seiner ei-genen Lage; er bat also die Pflicht auf sich,sich ihrer von dieser Seite anzunehmcn, dem Man-gelhaften, Schwachen, Gedrückten an dem Theilzu Hülfe zu kommen, da es ihm sein Verstandund sein Herz gebietet. Gelingt's, so hat er dabeiin ihm selbst die eigenste Freude; gelingt's jetztund ihm nicht, so wird's zu anderer Zeit einemandern gelingen. Er aber har gethan, was erthun sollte und konnte.