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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
108
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V. Blicke in die Zukunft,

Unfreundlich, ungeschmückt und rauh und wüste,

In trübem Dunkel schauerte die Küste.

Kern Himmel leuchtete mild durch den Hain,

Kein Tag der Ashren lud zu Freuden ein.

In Höhlen lauschte Grsun und Meuterei,

Und was am Ufer scholl, war Kriegsgeschrer.

In sanfter ätherischer Musik schallten dieseWorte um mein Ohr, indeß mein schlummerndesAuge im Traum ein sehr erfreuliches Gesicht sähe.An der Hand eines ehrwürdigen Barden erschienein altdeutscher Druide. Der Druide suchte verge»bens seinen langst zerstörten heiligen Hain, seinezertrümmerte Opferstatte. Der Barde suchte dieverlornen Fußstapfen seiner Helden; er sah neueGesetze, neue Anstalten für Ruhe, Ordnung, Ncchtund Wohlstand der Menschen; Garten und Flurenlachten um ihn her; neue Lieder erklangen, nichtblutige Heldenlieder. Da ergriff er seine langst ver-stummte Harfe; er sang die Töne, deren einzelneLaute ich eben aus der Erinnerung angeführt habe,und das Gesicht zog vorüber *).

Nur die zauberische Gegend blieb vor meinemAuge; ich wachte und träumte. Was ich sah, wardie jetzige Welt und die Zukunft; ich glaubte, (so

*) Die Stelle ist aus Gerstenbergs Gedichteines Skalden.' Koppenhagen und Leipzig1766.