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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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53
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III. Vom Wissen und Ahn en. äS

2.

So viel, sagt er, fangt man ziemlich an zu^erkennen, daß dem Menschen mit der Wissenschaftdes Zukünftigen wenig gedient sey; und die Ver-nunft hat glücklich genug gegen die thörichte Be-gierde der Menschen, ihr Schicksal in diesem Lebenvorauszuwissen, geeifert. Wann wird es ihr gelin-gen, die Begierde, das Nähere von unserem Schick-sal in jenem Leben zu wissen, eben so verdächtig zumachen?"

Die Verwirrungen, die jene Begierde ange-richtet hat, uztd welchen, (wie ich am Oedipuszeigen kann) durch schickliche Erdichtungen des Un-vermeidlichen, die Alten verbeugen mußten, sindgroß; aber noch weit größer sind die, welche ausden andern entspringen. Ucber die Bckümmerungenum ein künftiges Leben verlieren Thoren das gegen-wärtige. Warum kann man ein künftiges Lebennicht eben so ruhig abwartcn, als einen künftigenTag?"

Dieser Grund gegen die Astrologie ist einGrund gegen alle geoffenbarte Religion. Wenn eSauch wahr wäre, daß es eine Kunst gebe, das Zu-künftige zu wissen, so sollten wir diese Kunst liebernicht lernen. Wenn es auch wahr wäre, daß eseine Religion gebe, die uns von jenem Leben ganzungezweifelt unterrichtete, so sollten wir dieser Re-ligion lieber kein Gehör geben."-^

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