der Geschichte.
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Und sage: „wenn in der Menschcngeschichte kei-ne Vernunft herrscht, wenn tolle Unternehmungengleich klugen, ungerechte Handlungen den gerechtengleich oder mehr als sie gelten; warum lesen undsprechen wir von der Geschichte? Von Fiebertraumenwäre sie eine ungeheure Verkettung, deren Ende sicharme Thurmgefangenr. mit wüstem leerem Grimmeinander um die Häupter schlagen. Wie aber Ver-stand dem Menschen angeboren, und cs ihm eineSeligkeit ist, mit verständigen Menschen zu spre-chen, Verstand in ihren Handlungen zu bemerken,und sich des Lohns derselben mit ihnen in der Hoff-nung zu freuen, daß dergleichen auch ihm wohlge-lingen werden: so erwarten wir in der Geschichtevon den Unsichtbaren, die uns begleiten, nichts an-ders. Es dünkt uns Unsinn, daß Verstand und Thor-heit einerlei seyn, oder gar ihre Wirkungen wechselnsollen, so daß Unvernunft sich wie Weisheit, Weis-heit der Thorheit gleich in Folgen erzeige. Mit Rechtund Unrecht ist's eben also. Müßten wir also dieEigenheit und den Vorzug unserer Natur, die Re-gel unseres geistigen Daseyns in Erwartung derFolgen unserer Handlungen und ihrer Wahl aufge-ben; so steht, unabtrennlich von ihr, eine Neme-sis dem Lauf unseres Geschicks vor, die Wirkun-gen mit Ursachen bindet. Sahen sie andere nichtsder Wirkende sieht und fürchtet sie; er hofft auf sie,wenn er nach der Regel des Rechts und der Wahr-heit handelt. Oder Vernunft und Unvernunft wa-ren einerlei; der Weife gleich dem Thoren, derGerechte gleich dem Frevler, und aller Ealcul ausder Welt verschwunden, da wir doch finden, daßin der unbelebten, mechanischen Schöpfung auf's ge»
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