der Geschichte. 3,.
tend und beschrankend, ja ihn gar auf EinenPunct he ftend. Zu eben der Zeit, da Boßuetsein Gemählde der Weltgeschichte mit Glanz undLicht ausgestellt hatte, alle Begebenheiten an ein „ge-liebtes Volk Gottes" heftend, stellte Puffendorfseine Geschichte europäischer Staaten,nach Völkern und Reichen hin, in nackter Gestalt,in trocknen IHtis, aber wohlgeordnet. Lache, webwill; aber auf mekreren deutschen Universitäten ha-ben manche seitdem geschriebene Lehrbücher der Ge-schichte sowohl als der Statistik eine Ordnung, Deut-lichkeit und Nutzbarkeit erhalten, die dem Chaos vo-riger Zeiten fremd bleiben mußten. Otto's Repu-bliken, Mascov's, Gebauers, Achenwalls,
Gat te r e rs, Sch l ö tz ers, S p re ngel s, Sp i tt-
lers bekannte Leitfäden bilden Entwürfe, bey denenich staune, wie viel Großes und Gutes mit Weis-heit und Güte darüber gesagt werden könne, ohnezu untersuchen, ob es jedesmal gesagt werde; undob für einen vermischte» Haufen knabenhafter Zög-linge jedes gehöre? Die Zusammenstellung der Staa-ten, Völker und Weltpcrioden indeß, in ihrem Wech-sel und Wettkampf gegen einander, ist ein großesOlympia unter den Augen unpartheyischer Kampf-richter der Weltregicrerinnen, Recht und Klug,heit, Tugend und Schicksal.
Die Bearbeitung „einzelner Neichsge«schichten unter diesem Anblick" ist, vonwelchem Volke auch die Rede sey, eine große Unter-nehmung ; urtheile ein kühnerer, ob die mit Rechtruhmvollesten Reichsgeschichtschreibrr des vorigen Jahr-