>^s ist eine alte Bemerkung, daß der Vater dergriechischen Geschichte Herodot, nicht nur denGang derselben nach Homer geordnet, sondern daßauch der im ganzen Werk herrschende Gedan-ke, die Seele desselben, episch sey. Daß sienicht anders als also sern konnte, und was dies Wortfür die Geschichte in sich schließe, ist jetzt das Themaunserer Betrachtung,
Erstlich. Was wir in der Geschichte begegnen,wuchs aus kleinen, unbemerkten , fast unmerklichenAnfängen heran; wer saete diese Keime? wer führteihnen gedeihende Witterung zu , und zog aus ihnenBlüthen und Früchte? indcß andere, wie durch dieMacht eines bösen Schicksals, untergicngcn, odermühsam emporkamen.
Zweitens, Was hiebei vom Willen des Men-schen abhangt, ist gegen das unsichtbare Mäch-tige, das ihn freundlich oder feindlich umgiebt, sowenig und so schwach. Der Augenblick übereilt ihn.Wie aus einem Hinterhalt brechen unvorgesehene,unabwendbare „S cbickungen " hervor; wie mager besteben? wie konme er sich gegen sic rüsten?
Drittens. Und da das Schwerste und Höchstezuerst fällt, da, wenn alles Irdische gebrechlich ist,unser Auge sich zu prächtigen Ruinen zuerstwendet und an ihnen am längsten haftet; da endlich