Vv^an hott so oft die Worte: „der Mensch hatdoch ein eigenes Schicksal" „sein Schicksal ver-folgt ihn; es hat ihn ereilet" oder: „das ist nun ein-mal mein Schicksal; ich muß mich drein ergeben;"man hört sogar diesen Ausdruck von Familien,Königreiches, von Ständen und G e sc h ä f-te» brauchen, Vaß es wohl der Mühe werth scheint,zu untersuchen, was diese Worte, an denen Trost undSchrecken, Furcht und Beruhigung, die kühnsten Un-ternehmungen, oder die starre Verzweiflung hastet,bedeuten. Wiederum sind die Ausdrücke: „jedermannbaue sein Schicksal; man sey der Werkmeisterseines Glücks;" oder „unser Schicksal hangevon Dem und Jenem, es sey -Mensch oder Um-stand, ab" daß auch diese, oft im gegenseitigen Sin-ne gebrauchten Worte der Untersuchung nicht unwetthscheinen. Ueberhaupt sind Redartcn im Munde desVolks, sic mögen Jrrthümer oder Wahrheit enthalten,nie unbeträchtlich. Und diese sind fast allen Nationengemein; auch die cultivirtesten Völker des AlterthumSsprachen vom eigenen Schicksal, von einerdoppelten Fortuna, einem glück- oder unglückbrin-genden Genius und Dämon, einer Moira»
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