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24/27 (1846)
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haben mich verschont, und dennoch war ich von allendenjenigen, welche Sie geschlagen, die Schuldigste, AlleAndere haben ans Haß, aus Habgier, aus Selbstsuchtgehandelt, ich handelte ans Feigheit; sic begehrten,ich hatte Furcht. Nein, drücken Sie meine Hand nicht,Edmond, Sie sinnen ans ein liebevolles Wort, ich

fühle dies, sagen Sie cs nicht, behalten Sie cs für

eine Andere, ich bin dessen nicht würdig, Sehen Sic, , . (sic entblößte ihr Gesicht völlig) sehen Sic, das

Unglück hat meine Haare grau gemacht; meine Angenhaben so viele Thräne» vergossen, daß sic von blaue»Adern umzogen sind; meine Stirne runzelt sich, SicEdmond, sind im Gegcnthcil immer jung, immer schön,immer stolz. Das kommt davon her, daß Sie den Glau-ben, daß Sic die Kraft gehabt haben, daß Sie auf

Gott bauten, und daß Gott Sie unterstützte. Ich bin

feig gewesen, ich habe Gott verleugnet, Gott hat michverlassen, und so bin ich nun,"

Mercedes zerfloß in Thränen; das Herz der Fraubrach unter dem gewaltigen Stoße der Erinnerungen.

Monte Christo nahm ihre Hand und küßte sie ehr-furchtsvoll; aber sie fühlte selbst, daß dieser Kuß ohneGluth war, wie der, den Graf auf die marmorne Handder Bildsäule einer Heiligen gedrückt hätte,

Es gibt prädcstinirte Wesen," fuhr sie fort,Wesen,deren ganze Zukunft ein erster Fehler zertrümmert. Ichhielt Sie für todt und hätte sterben sollen; denn wozunützte es, daß ich die Trauer um Sie ewig in meinemHerzen trug? nur dazu, daß ans einer Frau von neunund dreißig Jahren eine Frau von fünfzig wurde. Wozuhat es genützt, daß ich Sie allein unter Allen erkannteund allein meinen Sohn rettete? Mußte ich nicht denMann, den ich als Gatten angenommen, so schuldig er auchwar, ebenfalls retten! Doch ich ließ ihn sterben; meinGott! was sage ich, ich trug durch meine feige Unem-pfindlichkeit, durch meine Verachtung zu seinem Tode bei,,indem ich mich nicht erinnerte, nicht erinnern wollteDer Traf v, Monte Christo. VI. 15