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„Ah! ja, das ist wahr; doch warum ist Frau vonMllcfort nicht hier?"
„Die liebe arme Frau!" versetzte Dcbray; „sie istohne Zweifel damit beschäftigt, Melissenwasser für dieHospitäler zu dcstillircn und kosmetische Mittel für sich undihre Freundinnen zu bereiten. Sie wissen, daß sie für dieseUnterhaltung jährlich, wie man sagt, zwei bis dreitausendThalcr ansgibt. Sie haben in der That Recht, warumist Frau von Billefort nicht hier? Ich hätte sie mitgroßem Vergnügen gesehen, denn ich liebe diese Frau un-gemein."
„Und ich," sprach Chateau-Renaud, „ich Haffe sie."
„Warum?"
„Ich weiß es nicht. Warum liebt man? warum haßtman? Ich Haffe Sie aus Antipathie."
„Oder abermals aus Instinkt."
„Möglich . . . Doch kommen wir ans Ihre Rede zu-rück, Beauchamp."
„Wohl!" versetzte Beauchamp, „sind Sic nicht neu-gierig, zu erfahren, „warum man so plötzlich in dem Hausevon Mllcfort stirbt?"
„Meiner Treue!" sagte Debray, „ich verliere diesesseit drei Monaten mit Trauer behängte Haus nicht ausdem Auge, und noch vorgestern bei Veranlassung des Todesvon Valentine, sprach Madame *** mit mir darüber."
„Wer ist Madame*'*?" fragte Chatcau-Nenaud.
„Bei Gott! die Fran des Ministers."
„Ah! verzeihen Sie, ich besuche die Minister nicht,ich überlasse dies den Prinzen."
„Sie waren nur schön, Sie werden strahlend, Baron,haben Sie Mitleid mit uns, oder Sie werden uns, wieein zweiter Jupiter, versengen."
„Ich werde nichts mehr sagen," erwiederte Chateau-Renand, „doch haben Sie Mitleid mit mir und verschonenSie mich mit Gegenbemerkungen."
„Lassen Sie uns zum Ziele unseres Gespräches kom-