Druckschrift 
24/27 (1846)
Entstehung
Seite
149
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Thai die schönste, wie sie die edelste der Frauen sind, dieich je gesehen habe."

Theures Kind!" sprach Mercedes, vergebens be-müht, eine Thrüne zurückzuhalten, welche an der Eckeihres Augenlides hervorquoli.

In der Thal, Sie mußten nur noch unglücklichwerden, daß sich meine Liebe in Anbetung verwandelte."

Ich bi» nicht unglücklich, so lange ich meinenSohn habe."

Ganz richtig; doch hier fängt die Prüfung an,meine Mutter! Sie wissen, was verabredet ist?"

Ist denn etwas zwischen uns verabredet?" fragteMercedes.

Ja, daß Sie in Marseille wohnen, und daß ichnach Afrika abreise, wo ich mir für den Namen, den ichaufgcgeben, den Namen machen werde, den ich angenom-men habe."

Mercedes stieß einen Seufzer aus.

Nun, meine Mutter, seit gestern bin ich beiden Spahis cingcreiht," fügte der junge Mann, dieAugen mit einer gewissen Schaam niedcrschlagend, bei,denn er wußte selbst nicht, was in seiner ErniedrigungErhabenes lag; ich glaubte, mein Körper gehörte

mir und ich könnte ihn verkaufen: seit gestern bin

ich Stellvertreter von irgend Jemand. Ich habe michverkauft, wie man sagt, und," fügte er bei, indem erzu lächeln suchte,um eine größere Summe, alsich Werth zu sein glaubte, nämlich um zweitausendFranken."

Also diese tausend Franken?" fragte Mercedes

bebend.

Sind die Hälfte der Summe, meine Mutter; dieandere Hälfte kommt in einem Jahre."

Mercedes schlug die Augen mit einem Ausdrucke

zum Himmel auf, den nichts wiederzugcben vermöchte^und die zwei in den Winkeln ihres Augenlides sichen-