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Augenblick, wo er den Pistolenlauf gegen seine Stirnerichtete, wenn man mir in dem Augenblick, wo ich vonmeinem Bette das Brod des Gefangenen wegschob, dasich seit drei Tagen nicht berührt, wenn man endlich »nöBeiden in diesem äußersten Augenblick gesagt hätte:Lebt, es kommt ein Tag, wo Ihr glücklich sein und dasLeben segnen werdet! von welcher Seite auch die Stimmehörbar geworden wäre, wir würden sie mit der Angstdes Zweifels oder mit dem Bangen des Unglaubens aus-genommen haben, und wie oft hat dennoch Dein Vater,Dich umarmend, das Leben gesegnet, wie oft habe ichselbst ..."
„Nh!" rief Morrel den Grafen unterbrechend, Siehatte» nichts verloren, als Ihre Freiheit; mein Vaterhatte nichts verloren als sein Vermögen, und ich, ichhabe Valentine verloren."
„Schau mich an, Morrel," sprach Monte Christomit jener Feierlichkeit, die ihn bei gewissen Veranlassungenso groß und überzeugend machte; „schau mich an, ichhabe weder Thränen in den Augen, noch Fieber in denAdern, noch düstere Schläge im Herzen; ich sehe Dichjedoch leiden, Maximilian, Dich, den ich liebe, wie ichmeinen Sohn lieben würde; nun, sagt Dir das nichtMorrel, daß der Schmerz ist wie das Leben, und daß esstets etwas Unbekanntes jenseits gibt? Wenn ich Dich zuleben bitte, wenn ich Dir zu leben befehle, so geschiehtes in der Uebcrzcugung, Du werdest mir eines Tagsdafür danken, daß ich Dir das Leben erhalten habe."
„Mein Gott!" rief der junge Mann, „mein Gott!was sagen Sie mir da, Graf? Nehmen Sie sich in Acht!Sie haben vielleicht nie geliebt?"
„Kind!" rief der Graf.
Mit der Liebe, die ich meine," versetzte Morrel.„Sehen Sie, ich bin ein Soldat, seitdem ich ein Menschbin, ich habe das neunundzwanzigste Jahr erreicht, ohnezn lieben, denn keines von den Gefühlen, die sich bis