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vielleicht ihren Athem zurück oder sie machte ohne Zweifelirgend eine Bewegung, denn die Frau schaute unruhig aufund neigte sich über ihr Bett, um uachzusehe», ob sie wirk-lich schürfe: cs war Frau von Bilicfort.
Als Valentine ihre Stiefmutter erkannte, wurde sievon einem so jähen Schauer ergriffen, daß sich ihr Bettbewegte,
Frau von Villefort drückte sich sogleich an dieWand, und durch de» Bettvorhang beschützt, beobachtetesic hier, stumm, aufmerksam, die geringste Bewegung vonValentine,
Diese erinnerte sich der furchtbaren Worte von MonteChristo; es war ihr vorgekommen, als hätte sie in derHand, welche die Phiole nicht hielt, eine Art von langem,scharfem Messer glanzen sehen,
Valentine rief nun ihre ganze Willenskraft zu Hülfeund strengte sich an, die Augen zu schließen; doch dieseFunction des furchtsamsten unserer Sinne, die sonstso einfache Function wurde in diesem Augenblick beinaheunmöglich, so sehr strebte die Neugierde darnach, dasAugenlid aufzuschlagen und die Wahrheit auzuziche».
Durch die Stille, in der sich das gleichmäßige Ge-räusch des AthcmholcnS von Valentine wieder hören ließ,versichert, diese schliefe, streckte Frau von Villefort aber-mals den Arm aus und goß, halb verborgen hinter demoben am Bette zusammcngezogcnen Vorhang, den Inhaltder Phiole vollends in das Glas von Valentine.
Dann entfernte sie sich, ohne daß das geringste Ge-räusch Valentine ihren Abgang offenbarte.
Sie hatte den Arm verschwinden sehen und nichtmehr: diesen frischen, runden Arm einer schönen, jungenFrau von fünf und zwanzig Jahren, welche den Todeingvß.
Es läßt sich nicht ausdrücken, was Valentine währenddieser anderthalb Minuten empfunden, welche Frau vonVillefort in ihrem Zimmer geblieben war.