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den Blitz eines Verdachtes oder den Schatten einer Un-ruhe: der Mann, den Sic dar sich sehen (denn diesmalhaben Sic Recht, Valentine, und cs ist keine Täuschung),der Man», den Sie der sich sehen, ist der zärtlichste Vaterund der ehrfurchtsvollste Freund, von dem Sie nur immerträumen konnten."
Valentine fand keine Antwort; sie hatte eine so ge-waltige Furcht vor dieser Stimme, die ihr die wirklicheGegenwart des Sprechenden enthüllte, daß sie ihre Stimmenicht damit zu verbinden wagte; doch ihr erschrockenerBlick wollte sagen: „Wenn Ihre Absichten rein sind,
warum befinden Sie sich hier?"
Mit seinem wunderbaren Scharfsinn begriff der GrafAlles, was in dem Herzen des Mädchens vorging.
„Hören Sie mich," sagte er, „oder vielmehr schauenSie mich an: Sie sehen meine gerötheten Augen undmein ungewöhnlich bleiches Gesicht; seit vier Nächtenhabe ich nicht eine Secunde lang ei» Auge geschlossen;seit vier Nächten wache ich über Ihnen, beschütze ich Sie,erhalte ich Sic unserem Freunde Marimilian."
Eine Woge freudigen Blutes stieg rasch in die Wangender Kranken; denn der von dem Grafen ausgesprocheneName erstickte den Rest des Mißtrauens, den er ihr ein-geflößt.
„Marimilian ! . . ." wiederholte Valentine, so süßkam cs ihr vor, diesen Namen ausznsprcchcn; Marimi-lian! er hat Ihnen also Alles gestanden?"
„Alles. Er hat mir gesagt, Ihr Leben wäre dasseinige, und ich versprach ihm, Sie würden leben."
„Sie versprachen ihm, ich würde leben?"
„Ja."
„In der That, mein Herr, Sie sagten vorhin einpaar Worte von Wachen und Schutz. Sind Sie dennein Arzt?"
„Ja, der beste, den Ihnen der Himmel in diesemAugenblick schicken kann, das mögen Sie mir glauben."
„Sie sagten, Sie hätten gewacht?" fragte Va-