Druckschrift 
24/27 (1846)
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

und >m Neberfluß mit Behörden, Gendarmen und Poli-zcicommiffären versehen; die Nachsuchungen begannenalso sogleich nach Ankunft des telegraphischen Befehls,und da das Gasthaus zur Glocke und Flasche das ersteGasthaus der Stadt ist, so machte man natürlich hier denAnfang.

IlcberdieS war es nach der Meldung der Schild-wachen, welche in der Nacht vor dem Nathhanse denDienst gehabt hatten (das Rathhaus liegt unmittelbarneben dem Gasthofe zur Glocke), nach der Meldung derSchildwachen, sagen wir, war es erwiesen, daß mehrereReisende in der Nacht hier Quartier genommenhatten.

Die Schildwache die man um sechs Nhr Morgensabgelöst, erinnerte sich sogar, daß sie einige Minutennach vier Uhr einen jungen Mann auf einem Schimmelmit einem Bauernknaben hinter sich auf dem Kreuze hatteankommen sehen, welcher junge Mann auf dem Platzeabgestiegcn war, den Bauernknabcn und das Pferd ent-lassen, und an den Gasthof geklopft hatte, den man vorihm öffnete und hinter ihm wieder schloß.

Auf dem so seltsam verspäteten jungen Mann hastetebesonders der Verdacht.

Dieser junge Mann war aber kein Anderer, alsAndrea.

Bewaffnet mit diesen Angaben, gingen der Polizci-commiffär und der Gendarme, ein Brigadier, auf dieThüre von Andrea zu.

Die Thüre war halb geöffnet.

Oh! oh!" rief der Brigadier, ein in listigen Strei-chen Wohl erfahrener alter Fuchs,eine offene Thüre istein schlechtes Zeichen! ich wollte lieber, sie wäre dreifachverriegelt!"

Der kleine Brief und die von Andrea auf demTische zurückgelassene Nadel bestätigten oder vielmehr un-terstützten wirklich die Wahrheit: Andrea hatte sich ge-flüchtet.