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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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Gervaise! Ich verabscheue das Fechten, wenn ich schläfrig bin, undsehe gar gerne meinen Gegner vor mir. Bei Tag so viel Ihrwollt; aber bei Nacht da bitte ich Euch geziemendst um Ruhe, Sir."

Nun, da will sch doch wetten, Morganic, wenn wir eineOper oder Ranelagh*), eine Spielgesellschaft oder Maskeradehier hätten ob Ihr da auch so viel an Eure Nachtruhe dächtet!"antwortete Sir Gervaise trocken;was Ihr für Eure eigene Personauch thun möget, mein Lord, laßt mir nur den Achilles in seinemDienste nicht einschlafen, denn ich werde morgen wohl seiner be-dürfen. Fahrt weiter, Wychecombe, fahrt weiter und laßt unswieder nach Haus zurückkehren."

Eine Viertelstunde später stand Sir Gervaise abermals aufder Kampanje des Plantagcnet und die Barke war wieder an ihremalten Plätzchen auf dem Verdeck aufgestaut. Greenly beschäftigtesich mit dem Dienste seines Schiffes und Bunting war bereit, dieBefehle, welche der kommandirende Admiral allenfalls noch gebenmochte, rasch weiter zu befördern.

Es war jetzt neun Uhr Abends, und man konnte die Gegen-stände auf dem Ocean, selbst wen» sie so groß waren, wie Schiffe,nur noch mit Mühe ans die Entfernung einer halben Meile er-kennen. Mit Hilfe der Gläser hielt man aber fortwährend einscharfes Augenmerk auf die französischen Schiffe gerichtet, welcheum diese Zeit zwei volle Meilen vorwärts von ihnen lagen.

Um dichter gegen sie aufzurücken, war es nöthig, von der bis-herigen Stelle anfzubrechen, und ein Nachtsignal wurde zu diesemZwecke ausgestellt. Die ganze brittischc Linie braßte ihre großenRaaen gleichsam mit einem Schlage nach vorn, und wäre Jemandmit hinreichend scharfen Sinnen begabt gewesen, so hätte er hörenkönnen, wie die sechs großen Marssegel alle zumal in demselbenAugenblicke nieder flaggten. Natürlich schoßen die Schiffe bei

') Ein damaliger Vergnügungsort der höheren Stände in London.

D. U.