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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
538
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brachte den Carnatic, als er jetzt sein Steuer gerade richtete, un-gefähr auf fünfzig Faden windwärts von dem Plantagenet, an demer sofort in langsamem aber stattlichem Gange vorüberzog, währendauch das Wetter nunmehr erlaubte, in solcher Entfernung vermit-telst der Sprachrohre fast ohne alle Anstrengung der Stimme eineUnterredung zu halten.

Die meisten Offiziere des Carnatic standen auf der Kampanje,während das Schiff sachte dahinglitt und seine Schatten auf dasVerdeck des Plantagenet hinüber warf. Kapitän Parker selbst standin der Nähe des Lausstags mit unbedecktem Haupte, das graue Haarim Winde flatternd. Das Gesicht des einfachen, treuherzigen Ve-terans zeigte einige Aengstlichkeit, denn hätte er den Feind nur denzehnten Theil so viel gefürchtet, als er sich vor seinem kommandi-renden Offizier scheute, so wäre er gänzlich untauglich zu seinemPosten gewesen. So schaute er bald nach den Segeln hinauf, umzu sehen, ob Alles in Ordnung wäre, bald suchte er, gleichsam mitjedem Faden, welchen er näher rückte, voll Aengstlichkeit den Aus-druck in des Viceadmirals Zügen zu lesen.

Wie geht's Euch, Kapitän Parker?" begann Sir Ger-vaise mit ächter Sprachrohr-Förmlichkeit, indem er die gewöhnlicheBegrüßung machte.

Wie befindet sich Sir Gervaise Oakes am heutigen Tage?Ich hoffe, er ist doch bei der letzten Affaire mit dem Feinde unver-letzt geblieben?"

Ganz wohl, ich danke Euch, Sir; hat der Carnatic-währendder Schlacht irgend eine ernstliche Beschädigung erlitten?"

Nicht der Rede werth, Sir Gervaise. Eine tüchtige Quet-schung am Fockmast, doch nicht bedeutend genug, um uns jetzt, dadas Wetter nachgelassen hat, sonderlich zu beunruhigen; an derTakelage ist auch Einiges abgeschosscn, und der Rumpf hat ein paarPüffe erhalten."

Hat Eure Mannschaft Noth gelitten, Sir?"