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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
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wendete,mich selbst gegen diese bis zum Flehen demiithige»,ihr seid Menschen, seid Seefahrer...

Fort mit ihm!" ertönte Nightiugale's Rabengekrächze;er willuns bepredigen! Fort mit ihm an die Raanvcke! Fort!"

Ans den grellen, langgezogenen Ton, welchen der hartherzigeBootsmann nun ans seiner Pfeife erschallen ließ, antwortete derrauhe, mißtönende Wiederhall zwanzig verschiedener Stimmen vonMenschen aus eben so vielen verschiedenen Nationen:

An die Raanocke! alle Drei, fort!"

Zum letzten Mal blickte Wilder auffordcrnd nach dem Corsaren-haupt hin; allein ihm wurde kein erwiedernder Blick von einemAntlitz, das absichtlich weggewendet war. Mit glühendem Gehirnfühlte er sich jetzt fortgestoßen von der Schanze. Man brachte ihnnach dem Centrum, dem weniger bevorrechtete» Theile des Verdecks.Die Heftigkeit dieser Fortbewegung, das hastige Einschießen derSeile, sammt allen den schrecklichen Vorbereitungen bei einer Hin-richtung zur See, mußte dem, welcher dem Rande der Ewigkeit sonahe stand, nur wie das Geschäft einer Sekunde Vorkommen.

Eine gelbe Richtflagge!" brüllte der rachsüchtige Vormanndes Borkastells;laßt den Herrn seine letzte Seereise unter derSpitzbubenflagge machen!"

Eine gelbe Flagge! eine gelbe Flagge!" wiederhallte es höh-nend aus zwanzig Kehlen.Herunter mit der Seewanderer-flagge, hinauf die Farbe des Profos-Marschalls! Eine gelbe Flagge!eine gelbe Flagge!"

Fid, der bis jetzt die rauhe Behandlung geduldet hatte, ohneein Wort zu sprechen, und zwar ans keinem andern Grunde, alsweil er glaubte, sein Oberer sei besser geeignet, das Wenige, wasnöthig sein möchte, vorznbringen, vergaß bei dem rohen Geläch-ter und lustigen Gespötte, womit der grobe Einfall aufgenommenwurde, die Mäßigung, welche Klugheit heischte , und erfüllt vonVerachtung und Ingrimm platzte er heraus: