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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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Töne» dies; Entsetzenerregende verlieh. Einige Dnhend Gestalte»sah man flink durch eine Finsterniß, die man greifen zu könnenschien, hernntergleite». Auch war ihre Flucht, welche mit der desnach seinem Nest senkrecht herabschießenden Vogels verglichen wer-den kann, um keine Sekunde zu eilig. Das hohe, überladene Spie-renwerk, von keinem Tan mehr festgehaltcn, und an zahllosenStellen beschädigt, hatte schon längst geschwankt, und unterlag nn»vollends dem Sturm; eine Stenge nach der andern stürzte auf denRumpf hernieder, bis nichts mehr stehen blieb, als die drei festeren,aber entblößten und beinahe nutzlosen, niederen Masten. Die beiweitem größere Anzahl der Matrosen erreichte noch das Deck zei-tig genug zur Rettung, einige jedoch waren zu eigensinnig, undnoch zu sehr von der Kampfeswnth erfüllt, um den warnendenStimme Gehör zu geben. Diese Opfer ihrer eigenen Halsstarrig-keit sah man noch die Trümmer der Spieren umklammern, alsder Pfeil in einer Wolke Schaums bei dem Fleck, wo sie schwam-men, vorüberschoß, bis der Anblick ihres Jammers durch die Ferneden traurig Nachschanenden entzogen wurde.

Es ist die Hand Gottes!" rief mit heiserer Stimme derVeteran, und stierte bangen Auges auf die Verheerung um sichher.Hören Sie mich, Heinrich Arche: ich werde stets be-thenern, daß es nicht die Kanonen des Corsaren waren, die unsso zngerichtet haben."

Wenig geneigt, denselben armseligen Trost zu suchen, wie seinCommandeur, strengte sich Wilder vielmehr an, so sehr es die Um-stände erlauben wollten, dem Schaden cntgegenznwirken, der jedoch,wie er sich nur zu klar überzeugte, in diesem Augenblicke nichtwieder gut zu machen war. Inmitten des Sturmgehenls und desDonnergekrachs, bei einer Atmosphäre, bald grell vom Blitz er-leuchtet, bald wieder von der dicken Finsterniß des Dunstes anfge-sogen, die entsetzliche Wirkung des Gefechtes frisch, gräßlich, blu-tend vor Auge» - blieb die Mannschaft des brittischen Kreuzers