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»Kapitän Heidegger," sagte Wilder erröthend, „ich will nichtzu längnen streben, daß ich andere Ausdrucke gewählt habenwurde, hätte die Abfassung der Botschaft von mir allein abge-hangen; demungeachtct, bei der lebendigsten und wärmsten Erin-nerung an Ihre Großmuth, und als ein Mann, der mit Wissenund Willen selbst seinen Feind zu keinem entehrenden Schritt ver-leiten mochte, rathe ich Ihnen dringend zur Annahme derselben.Erlauben Sie mir zu sagen, daß ich schon während unseres Um-gangs vor Kurzem nicht ohne Grund in Ihnen die Einsicht vorans-sehen durfte, daß in Ihrer jetzigen Lebensweise weder der Charak-ter, den Sie gewiß zu verdienen wünschen, noch die Zufriedenheit,»ach der Alle sich sehnen, zu finden sei."
„Ei, ei, daß ick; in Herrn Heinrich Wilder einen so haarfeinenCasuisten bcwirthete, ließ ich mir in der That nicht träumen.Haben Sie außerdem noch etwas vorzubringen, Sir?"
„Nichts," erwiederte der schmerzlich getäuschte Abgesandte desPfeils.
„Doch, doch, noch etwas," sprach eine eifrige Stimme hinterdem Rover, aber so leise, daß die Sylben mehr hervorgehancht,als wirklich ausgesprochen schienen; „noch nicht die Hälfte seinesAuftrags hat er ansgerichtet, oder er ist des heiligen Vertrauenszn ihm auf eine schreckliche Weise uneingcdenk."
„Der Knabe hat oft seine Träume," unterbrach der Rovermit dem wohlbekannten, wild entstellenden Lächeln. „Er läßt zu-weilen seine inhaltslosen Gedanken in äußere Gestalt heraustreten,indem er sie in Worte einkleidet."
„Nicht inhaltlos sind meine Gedanken," fuhr Rvderich lauter,und bei weitem kühner geworden, fort. „Ach, wenn sein Frieden,sein Wohl Ihnen thener ist, verlassen, verlassen Sie ihn noch nicht.Halten Sie ihm seinen hohen, ehrenvollen Namen,vor; seineJugend;jenes theure und tugendhafte Wesen, das er einst so unsäglich liebte,dessen Andenken er noch, ja noch immer, anbetet. Da Sie zn