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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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anhängt, wodurch die Eigenschaften seines Schiffes ihm dieselbeAchtung einflöße», wie Anderen die Tugenden eines Freundes, ja,wodurch er endlich in dessen Schönheiten eben so verliebt wird, wiein die seines Mädchens. Andere Menschen mögen wohl diesen oderjenen leblosen Gegenstand mitBewnndcrnng betrachten; allein diesesGefühl dnrchdringt »nd beseelt nicht ihr ganzes Wesen, wie dieliebende, immer wachsende Anhänglichkeit des Seemanns für seinSchiff. Es bildet seine Heimath, seinen Herd, seine Hütte, denGegenstand seiner unablässigen und nicht selten schmerzlichen Theil-nahme, und ist oft die Quelle seines Stolzes, seines Triumphs! Jenachdem das Schiff seine begeisterte Erwartung erfüllt oder täuscht,in seiner Schnelligkeit, oder in der Schlacht, in Untiefen und beiSturm, lobt er eS wegen Vorzügen, tadelt es wegen Fehler, welchein Wahrheit eben so oft der Geschicklichkeit oder Unwissenheit Dererzuznschreiben sind, die das Schiff regieren, als irgend einer demGebände selbst zugehörigen Eigenschaft. Das ficht aber den Matrosennicht an; immer ist es das Schiff, das bei ihm den Lorbeer des Siegesdavon trägt, die Schande der Niederlage und des Unglücks erleidet.Ereignet sich etwas, was seinem Begriffe von dem Schiffe nicht ent-spricht, so sieht er das als eine anßerordentliche Abweichung vondessen allgemeinem Charakter an, ganz so, wie wenn der Ban inBesitz von Sclbstbewnßtsein und eigner Willenskraft wäre.

Wenn nun auch Wilder in dieser Beziehung nicht so sehr, wieder gemeine Matrose, von dieser Art leicht- oder vielmehr aber-gläubischer Einbildung befangen war, so übte doch Alles, was denSeemann begeistert, einen starken Einfluß ans seine Gefühle aus.Dicß war bei der gegenwärtigen Gelegenheit so sehr der Fall, daßer einen Augenblick ganz vergaß, was für eine wichtige Botschafter hatte, als das Schiff, welches mit Recht darauf Anspruch machenkonnte, ein Juwel des Oeeans zu sei», nun klar vor seinen Augen lag.

Laßt einmal eure Ruder ruhen, Burschen," sagte er, undwinkte den Leuten, den Lauf des Boots anznhalten;setzt die Ruder

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