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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Das ist unbegreiflich! Außerordentlich bis zum Wunderbarenaußerordentlich ! Seine Vermummung war sehr vollständig, ich mußes gestehen, da er im Stande war, Jemand, der sich so genau auf dieZuge im menschlichen Gesicht versteht, zu tänschen. Ich habe nichtsvon seinem borstigen Backenbart gesehen, nichts von seiner bestialischenStimme gehört, kurz, bemerkte keine jener monströsen Entstellun-gen, die diesen Menschen, wie allgemein bekannt ist, anszeichnen."

Alles dicß sind nur Ausschmückungen, die das gemeine Ge-rücht ihm geliehen. Ich fürchte, Sir, die verwegensten und ge-fährlichsten unter der Anzahl menschlicher Laster verbergen sich ofthinter der anziehendsten Außenseite."

Aber der mißt ja nicht einmal seine Zolle, Sir."

Sein Körper ist nicht groß, allein er umfaßt einen Riesengeist."

Und halten Sie, Herr Arche, jenes Schiff für dasselbe Fahr-zeug, das mit uns vergangenen März in den Nachtgleichen hand-gemein war?"

Ich weiß es ganz gewiß."

Na, hören Sie, Harry, Ihretwegen will ich großmüthig mitdem Schelm verfahren. Einmal ist er mir entwischt, daran waraber der Verlust einer oberen Stenge und das ungünstige WetterSchuld; doch jetzt haben wir einen guten, wirksamen Wind, ansden man mit Sicherheit rechnen kann, und eine herrliche, ruhigeSee. Ich brauche also blos zu wollen, so ist er mein, dennich denke wirklich, daß er nicht vorhat, Reißaus zu nehmen."

Ich fürchte, nein," erwiederte Wilder, und verrieth in denWorten unwillkürlich seine eigentlichen Wünsche.

Kämpfen, mit der geringsten Hoffnung guten Erfolgs, kanner nicht; und da er eine ganz andere Personnage zu sein scheint,als ich mir ihn dachte, so wollen wir versuchen, was Unterhand-lung bei ihm vermag. Wollen Sie es übernehmen, der Ueber-bringcr meiner Bedingungen zu sein? doch, seine Mäßigungkönnte ihn vielleicht gereuen."