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„Ich bi» nur der glanz- und geräuschlose Hirt einer wandern-den Heerde," erwiederte der milde Diener Gottes mit einem leisenSeufzer. „Gar manche entfernte Meere habe ich besucht, und vielefremde Gesichter und noch fremdere Gemüthsarten war es meinLoos auf dieser Pilgerfahrt anzntreffe». Erst vor Kurzem kehrteich vom Osten in die Hemisphäre zurück, wo ich zuerst das Lichtder Welt erblickte; und kam, mit der Erlaubnis; meiner Vorge-setzten, auf dieses Schiff, um einen Monat bei meinem Freundehier znzubringen, dessen Freundschaft sich sogar von noch frühe-rer Zeit herschreibt, als die unsrige."
„Ganz richtig, Madame," erwiederte der wackere Bignall, dessenGefühle durch die vorhergehende Scene nicht wenig aufgeregtwaren; „ganz recht, es ist so ziemlich ein halbes Jahrhundert her,seit der Prediger und ich Knaben zusammen waren, und da habenwir denn ans dieser Reise alte Erinnerungen wieder anfgewärmt.Glücklich schätze ich mich, das; eine Dame von so lobenswerthenEigenschaften gekommen ist, um von unserer Partie zu sein."
Hastig unterbrach ihn der Geistliche, gleichsam als wisse er,daß der wohlmeinenden Biederkeit seines Freundes mehr zu trauensei, als dessen Klugheit:
„Sie sehen in dieser Dame die Tochter des verstorbenen Kapi-täns"**, und die Wittwe von dem Sohne unseres ehemaligenObern, Contre-Admirals de Lacey."
„Hab' sie Beide gekannt; 's waren tapfere Männer und aus-gemachte Seeleute, die Beiden! Die Dame war schon als IhreFreundin, Mertvn, willkommen, allein sie ist es doppelt als dieWittwe und Tochter der Herren, die Sie nannten."
„De Lacey!" flüsterte bebend vor Rührung eine Stimme derErzieherin in's Ohr.
„Das Gesetz gibt mir ein Recht, diesen Namen zu führen,"erwiederte die Gouvernante (denn wir werden fortfahren, sie unterdieser einmal angenommenen Benennung anzuführen), indem sie ihre