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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Wilder machte eine kleine bejahende Verbeugung.

Ich könnt' es mir denken. Und kämpften Sie nicht mit einemFremden bei einem Stnrme? Winde, Sec nnd Menschen, Alleswar vollauf in Arbeit."

Sv ist es. Wir hatten Sie erkannt, nnd glaubten schon,Ihre Stunde hätte geschlagen."

Ihre Offenherzigkeit gefällt mir. Wir trachteten einandernach dem Leben, aber wie es Männern geziemt; jetzt, da wirFreunde geworden sind, werden wir um so fester an einander hal-ten. Ich will über jene Affaire keine weiteren Fragen an Siethnn, Wilder: Verrath gegen einen früheren Herrn ist nicht dieArt, wie man sich in meinem Dienste Gunst erwerben kann. Esgenügt mir, daß Sie jetzt unter meiner Flagge segeln."

Und was für eine ist das?" fragte dicht bei ihm eine milde,aber feste Stimme.

Der Rover wendete sich hastig um, und begegnete abermalsdem auf ihn gehefteten, ruhigen, prüfenden Auge der Gouvernante.Einige in Widerstreit mit einander stehende Regungen schimmerten,seltsam vermischt, durch seine Gesichtszüge hindurch, die sich abernach nnd nach in einen Ansdruck von einschmeichelnder Höflichkeitaufhellten, ein Ausdruck, den er im Gespräche mit seinen Ge-fangenen am häufigsten anznnehmen pflegte.

Eine Dame muß zwei Matrosen an ihre Pflicht erinnern!"rief er.Wir haben die Galanterie vergessen, dem Fremden unsereFarben zn zeigen! Lassen Sie sie anfziehen, Herr Wilder, damitwir keine Förmlichkeit, die der Schiffsgebranch mit sich bringt,unterlassen."

Aber das Schiff bor uns führt ja auch nur eine nackte Gaffel."

Wenn auch; so kommen wir demselben in der Höflichkeitzuvor. Die Farben gewiesen!"

Wilder öffnete das Kistchen, in welchem wohl ein Dutzend vonden am meisten gebrauchten Flaggen znsammengerollt in verschiedenen