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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Um so besser für ihn, wenn seine Segel hübsch ansgcbessertsind. Hast du aber seine Flaggen gesehen?"

Er Flaggen keine zeigen thut, Herr."

Das dacht' ich mir auch. Geh' wieder in den Vorderranm,Junge halt man kommt oft ans eine Wahrheit, indem mansie da sucht, wo man sie nicht vermnthct. Welche Große glanbstdn hat das fremde Schiff?"

Er just siebenhundert und fünfzig Tonnen, Herr."

Was ist das, die Zunge Ihres Negers, Herr Wilder, istgenau wie das Winkelmaaß eines Zimmermanns. Der Kerl gibtdie Größe eines Schiffes, dessen Rumpf noch gar nicht zu sehenist, gerade so absprechend und bestimmt an, wie es nur immer voneinem königlichen Zolleinnehmer geschehen könnte, nachdem er dasSchiff amtlich gemessen hätte."

Sie werden die Unwissenheit des Schwarzen berücksichtigen;Menschen in seinem unglücklichen Zustande sind selten geschickt,Fragen zu beantworten."

Unwissenheit!" wiederholte der Rover, und schoß den unruhi-gen Blick, mit einer ihm cigenthümlichen Schnelligkeit, bald ansden Einen, bald ans den Andern, und dann ans den am Horizontemporsteigendcn Gegenstand:Geschickt! Ich weiß nicht: derMenschsieht nicht aus als ob er zweifelte. Und dn glanbst, seineLastsähigkcit sei durchaus nicht größer und nicht geringer, als dnangegeben hast?"

Die großen dunklen Angen Scipiv's rollten abwechselnd vonseinem neuen Obern aufseinen früher» Herrn, während seine Seelen-vermögcn in eine unauflösbare Verwirrung gcrathen zn sein schienen.Doch diese Ungewißheit dauerte nur einen Augenblick. Kaum laser den finstern Zorn, der sich ans Widers gefurchter Stirn zn-sammenzog, so trat an die Stelle der Zuversichtlichkeit, womiter seine vorige Meinung ausgesprochen hatte, ein Blick von sohartnäckiger Zurückhaltung, daß man alle Hoffnung anfgeben