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die über ihren Verlust heulten, und schwieg aber still davon, umden Aberglauben des Schwarzen nicht aufzuregen; denn, sehen Sie,gnädige Frau, die Besten von ihnen bleiben am Ende doch nurabergläubische, unwissende Neger; drum sagte ich nichts von dem,was ich hörte, bis er selbst davon anzufangen für gut dachte.Hierauf legten wir uns Beide mit allem Fleiß aufs Lauschen; undwahrhaftig, das Gestöhn wurde immer mehr menschenglcich. Esdauerte jedoch eine geraume Zeit, ehe ich darüber mit mir einigwerden konnte, ob es weiter etwas wäre, als das Klagen desSchiffswracks selber; denn Sie wissen, gnädige Frau, daß einSchiff, ehe es nntergeht, sein Wehklagen erhebt, so gut wie jedesandere lebendige Geschöpf."
„Ich weiß es, ich weiß es," erwiederte schaudernd die Gouver-nante. „Ich habe sie gehört, und die Töne werden nie aus mei-nem Gedächtnis; schwinden."
„Ja wohl, ich konnte mir denken, daß Sie von den Tönen aucheine Geschickte zu erzählen hätten; sie haben was Feierliches an sich,diese Töne; doch, da der Schiffsrumpf noch immer auf der Meeres-oberfläche zu schlingern fortfuhr, und keine weitere Zeichen gab, daßer sinken wolle, so dachte ich, es könnte nichts schaden, im Hinter-thcil ein Lock einzuhauen, um uns von da aus zu versichern, daßkein Unglücklicher etwa in seiner Matte hangen geblieben, als dasSchiff sich ans die Seite legte. Ei nun, guter Wille und eine Axthalfen uns bald hinter dasGeheimniß,von wem dasGejammerherkam."
„Ihr fandet ein Kind?"
„Mit seiner Mutter, gnädige Frau. Der glückliche Zufallfügte es, daß sie sich in einer Kajüte auf der Windseite befanden,und dasWasser warnoch nicht bis zu ihnen gedrungen. VerschlosseneLuft und Hunger hatten jedoch fast denselben schlechten Dienst gc-than, wie das Salzwaffer. Die Frau war in den letzten Zügen,als wir sie herausbrachten, und was den Knaben anbetreffen thnt,stattlich und kräftig, wie Sie ihn dort ans der Kanone sehen,Der rothe Seeräuber- 28