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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Fürchterlicheres, als ein einziges Wort von ihm, wenn sein Ge-müts) düster ist."

Er ist dann ranh gegen dich?"

Niemals."

Dn widersprichst d'r selbst, Noderich. Er ist es, und ist eswieder nicht. Erzähltest dn nicht, wie fürchterlich dir seinedüstere Rede sei?"

Ja; denn ich finde sie verändert. Einst war er nie tiefsinnigoder übelgelaunt, allein seit Kurzem ist er nicht mehr Er selbst."

Mistreß Wyllys antwortete nicht. Des Knaben Rede war ihrallerdings weit verständlicher, als ihrer jungen aufmerksamen, abervon allem Verdacht freien Gefährtin, die, während sie selbst demKnaben einen Wink gab, sich zu entfernen, nicht wenig Lust zeigte,ihre Neugier zu befriedigen, und sich von dem Leben und denSitten des Freibeuters mehr erzählen zu lassen. Indes; wurdeder Wink gebieterisch wiederholt, und der Knabe zog sich, offen-bar sehr ungern, langsam zurück.

Hierauf ging auch die Gouvernante und ihre Pflegebefohlenein ihre Staatskajüte. Viele Minuten weihten Beide dem stillenOpfer des Gebets und des Dankes, ein Opfer, von welchem slesich nie durch Verhältnisse, sie mochten sein, von welcher Art siewollten, abhalten ließen. Das Bewußtsein der Schuldlosigkeitund die Zuversicht in einen allvcrmögenden Schutz, sicherte ihneneinen süßen Schlaf. Außer der Schiffsuhr, die regelmäßig dieWachen der Nacht hindurch die Stunden schlug, störte währendder Dunkelheit kein anderer Ton die Ruhe, welche über denOcean und Alles, was auf seinem Busen schwamm, ihren be-schwichtigenden Fittich gebreitet hatte.

Der rvthe Seeräuber.

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