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mit dessen Inhalt unsere Leser bereits durch eine frühere Schil-derung bekannt sind, verlegen wir jetzt die Scene, indem mir dieHandlung der Geschichte an einen Zeitpunkt anknüpfen, wo dasim vorhergehenden Kapitel mitgetheilte Gespräch so eben erst be-gonnen hatte.
Eine Beschreibung der Gefühle, mit welchen die weibliche»Bewohner des Schiffes dem stürmischen Auftritte des Tages bei-gewohnt hatten, wäre überflüssig; der Argwohn und die Vermn-thungen, welche diese in ihnen hervorbrachten, lassen sich ans demFolgenden entnehmen. — Von der Lampe ans geschlagenem, mas-sivem Silber, die von der Decke hcrabhing, fiel ein schiefer Strahldes milden, weichen Lichtes ans das schmerzlich sinnende Antlitzder Erzieherin; ein hellerer nmglänzte das blühende und jugend-liche Gesicht ihrer Gefährtin, das aber nicht so viel Ausdruck hatte,weil sie weniger in Gedanken versunken war. Den schattigenHintergrund des Gemäldes bildete die schwärzliche Gestalt derschlummernden Caffandra. Wir lüsten den Vorhang dieser ruhigenScene unseres Drama's gerade in dem Augenblick, wo die Schülerinspricht, und in dem abgewendeten Blicke ihrer Lehrerin die Antwortsucht, die der Mund derselben nur ungern zu geben scheint.
„Ich bleibe dabei, thencrste Madame, daß sowohl die Fapondieser Verzierungen, als der Stoff, ans dem sie bestehen, etwasAußergewöhnliches in einem Schiffe sind."
„Und was schließen Sie daraus?"
„Ich weiß nicht, aber ich wünschte, wir wären wohlbehaltenim Hanse meines Vaters."
„Gott gebe es! es wäre unklug, länger zu schweigen....Gertraud, Alles, wovon wir heute Zeuge waren, hat mein Ge-müth mit fürchterlichem, entsetzlichem Verdacht erfüllt."
Das Mädchen erbleichte, und der Apfel in ihrem sanftenAuge zog sich vor Schreck zusammen, während jeder ängstliche Zugin ihrem Antlitz um eine nähere Erklärung zu bitten schien.