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demüthiger Satellit der mächtige» Sonne. Sie haben meine Flaggengesehen, Herr Wilder: — eine einzige fehlte darunter; ach, dieseeine, existirte sie, so wäre es mein Stolz, mein Ruhm gewesen,sie mit meinem besten Herzensblnte zn vertheidigen."
„Ich kann ihren Sinn nicht errathen."
„Ich darf einem Seemann, wie Ihnen, nicht erst sagen, wieviel herrliche Ströme längs der Küste, von der wir gesprochenhaben, ihre Gewässer der See entgegenführen — wie viel weiteund bequeme Hafen sie besitzt — oder wie viel Segel den Oceanbeglänzen, bemannt von Leuten, die das Licht der Welt zuerst injenem geräumigen und friedlichen Lande erblickten."
„Wohl kenne ich die Vorzüge meines Heimathlandes."
„Ich fürchte, nein!" erwiederte hastig der Rover. „KenntenSie und Andere, die Ihnen gleichen, jene Vorzüge, wie Sie essollten, so würde die Flagge, die ich meine, bald auf jedem Meereanzntreffen sein, und unsere Landsleute den Miethlingen eines aus-ländischen Fürsten nicht unterliegen dürfen."
„Ich will mich nicht stellen, als verstände ich Sie nicht; dennich kenne mehrere Enthusiasten, die wie Sie der Chimäre nach-hangen, daß ein solches Ereignis; möglich wäre."
„Möglich! So gewiß, als jener Stern dort sichln de» Oceansenkt, so gewiß der Tag ans die Nacht folgt, es ist nothwen-dig. O hätte jene Flagge geweht, Herr Wilder, kein Menschwürde je den Namen des Rothen Piraten gehört haben."
„Der König hat ja auch eine Flotte, und der Dienst darinsteht Jedem seiner Unterthanen gleich offen."
„Ja, ich konnte der Unterthan eines Königs sein; aber Un-terthan eines Unterthans, Wilder, das geht über die Gränzenmeiner armen Geduld. Ich bin in einem seiner Schiffe erzogen,ich darf fast sagen, geboren; wie oft mußte ich mit blutendemHerzen fühlen, daß ein Ocean mein Geburtsland vom Schemelseines Thrones trennt! Werden Sie es glauben, Sir, einer seiner