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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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ist nicht leicht zum Blinzeln zn bringen; meines hat der Gefahrzu oft gerade in's Angesicht geschaut, als daß mich der Anblickeiner königlichen Flagge erschrecken könnte. Ueberdieß halten wiruns auch nur selten an dieser kitzliche» Küste auf. Wir kreuzenmeist bei den Inseln und ans der spanischen See, was mit we-nigern Gefahren verknüpft ist."

Wie kommt es denn, daß Sie jetzt, wo einige über den Feinderrungene Vortheile dem Admiral Zeit gestatten, Sie von einer be-deutenden Schiffsmacht verfolgen zu lassen, sich gerade hierher wagen?"

Ich hatte meine Ursachen dazu. Nicht immer läßt sich derMensch von dem Befehlshaber trennen. Habe ich über dieSehnsucht des Ersten die Pflichten des Letzter» hintenangesetzt, sohat es doch bis jetzt wenigstens noch keine nachtheiligen Folgen ge-habt. Kann ja auch sei», daß cs mich langweilte, ewig Jagd aufdie bequemen spanischen Dons zu machen, oder spanische Zoll-schiffe in ihre Häsen zurückzutrciben. Dieß unruhvolle Lebe» liebe ichnun einmal! selbst einer Meuterei weiß ich Interesse abzugewiunen!"^Ich kann Verrath nicht lieben, und gestehe gern, daß es mir

in dieser Beziehung nicht besser geht, wie dem Baner, der nur solange Muth hat, als es hell ist. Sv lange der Feind sichtbar ist,sollen Sie micü so bewährt finden wie Einen, doch über einer Mineschlafen, ist ein Vergnügen, das meinem Geschmack nicht znsagt."

Das kommt vom Mangel an Uebnng! Gewagt ist gewagt,sei's auf welche Weise es wolle; der menschliche Geist kann es durchGewohnheit endlich dahin bringen, daß er bei geheimen Anschlägeneben so großen Gleichmuth behält, als bei offenem Wagniß. Still!Schlug cs da sechs oder sieben?"

Sieben. Die Leute schlafen fort, wie Sie sehen. Wäre es,> ihre Stunde, so würden sie instinktmäßig aufwachen."

Gut. Schon fürchtete ich, die Zeit sei vorüber. Ja, ich liebedie schwebende Ungewißheit, Wilder; sie hält die Seelenthätigkeitstets regsam, und verweiset uns auf die edleren Kräfte unserer Natur.