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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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wurde selbst das privilegirtc Deck der Hütte tüchtig bespritzt. Keine»bei dergleichen Auftritten üblichen Schabernack ließen Die drübenunbenutzt, ui» ihre minder günstig ans dem Verdeck postirten Kame-raden herzlich zu necken, so wie diese ihrerseits sich aller Mittel,die ihnen durch Uebnng und Fertigkeit zu Gebote standen, zurWiedervergeltnng bedienten. Hier sah man ein großes Schweinund einen Knhlgast unter einem Top an zwei Tauen baumeln, undsich beim Znsammenschlagen derselben unsanft begrüßen; dort stakein Marine in der hin- und her-geschwungenen Takelage, und mußtesich die Manipulationen eines kecken, abgerichteten kleinen Affengefallen lassen, der, auf den Schultern des armen Teufels pvstirt,seinen Kamm so ernsthaft und aufmerksam handhabte, als wenner bei einem Friseur in die Lehre gegangen wäre; kurz, überallverkündigte ein oder der andere rohe, derbe Scherz, daß für denAugenblick die ungebundenste Freiheit einer Klaffe von Wesen ge-stattet war, die, soll in einem bewaffneten Schiffe Diseiplin, Be-quemlichkeit und Sicherheit walten, in der Regel mit strengemZügel regiert werden muß.

Mitten in diesem wilden Lärmen drang eine, gleichsam demOcean entsteigende Stimme herauf, das Schiff mittelst einer andem äußeren Rand einer Klüsgate angebrachten Ruftrompete beimv Namen begrüßend.

Wer spricht den Delphin?" crwiederte Wilder fragend, alser sah, daß der Gruß das Ohr seines Commandenrs zwar traf,ohne ihn aber von seinem Brüten zu der bevorstehenden Hand-lung zurückzuführen.

Vater Neptun befindet sich unter Eurem Vorderkiel."

Was will der Gott?"

Er hat vernommen, daß gewisse Fremdlinge in sein Gebietgekommen sind, und ersucht um die Erlaubnis;, an Bord des,patzigen Delphiiss zn kommen, um sich zu erkundigen, was siewollen, nnd das Logbuch ihrer Charaktere zn untersuchen."