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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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zweifelhaften Ausgangs zu oft erprobt worden, um lange derFassung und Selbstbeherrschung beraubt werden zu können.

Sie find fort!" rief er, indem er einen langen und tiefenAthemzug that, wie Einer, der dcu Athem mit Gewalt au sich gehalten.

Sie sind fort!" wiederholte die Erzieherin, indem sie das vor in-nigstem Gram znsammcngezogene Auge auf die marmorgleiche, re-gungslose Gestalt ihrer Schülerin wendete.Alle Hoffnung ist dahin!"

Auch Wilders Blick ruhte auf dieser stummen, lieblichen Bild-säule, und zwar mit nicht geringerem Ansdrucke als der Blick Der-jenigen , welche die Kindheit dieser reichen Erbin aus dem Südenin Unschuld und Liebe gepflegt hatte. Mit gedankenvoller Stirn,festverschloffenem Mnnd saß er da, und musterte mit angestreng-ter, gründlicher Prüfung alle Hilfsmittel, die seine fruchtbareEinbildungskraft und lang gesammelte Erfahrung nur darboten.

Ist noch Hoffnung vorhanden?" fragte die Erzieherin, welcheden wechselnden Ausdruck seines Gesichtes mit unablässiger Auf-merksamkeit bewachte. Die Düsterkeit entfloh aus seinen braunenGesichtszügen, und das Lächeln, das sie nun überglänzte, glichdem Sonnenstrahl, der die schwärzeste Wolke des treibendenSturmwindes durchbricht.

Ja, es ist noch Hoffnung!" sagte er mit Zuversicht;unsereLage ist keinesweges eine hoffnungslose."

Gelobet sei Der, welcher über das Meer und das Land re-giert!" rief die dankbare Gouvernante, ihrem enggepreßten Herzenmit einem Thränenstrom Luft machend. Gertraud warf sich ihrerWyllys an den Hals, und Beide gaben sich einen Augenblick ganzihren hcrvorbrechenden Gefühlen hin.

Und nun, meine Theuerste," sagte Gertraud, sich aus derUmarmung ihrer mütterlichen Erzieherin windend,lassen Sieuns der Geschicklichkeit des Herrn Wilder vertrauen; er hat dieseGefahr vorausgesehe» und vorausgesagt, warum sollte er nichtmit gleicher Gewißheit unsere Rettung Voraussagen können?"

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