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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
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des Bristoler Kauffahrteischiffs eine Beute der gierigen Wellenwerde. Seine vollendete Geschicklichkeit war indessen der zu lö-senden Aufgabe ganz gewachsen; und mit den ersten Anzeichen desTagesanbruchs längs dem Osten fingen Wind und Wogen an sichzu legen. Während dieses ganzen Zeitraums waren zwei erfah-rene Matrosen, die er vorher an das Steuerrad beordert hatte,die einzigen von der sammtlichen Bemannung, welche ihm in sei-nen Anstrengungen Beistand leisteten. Allein er war gegen dieVernachlässigung der klebrigen nm so gleichgültiger, als wirklichnicht viel mehr erforderlich war, als sein eigenes Urtheil, nnddie pünktliche Befolgung desselben durch die beiden genannte»,unter seiner unmittelbaren Leitung handelnden Matrosen.

Der Morgen röthete sich über einer Scene, die gar sehr ver-schieden war von der, welche von der stürmischen Gräßlichkeitder Nacht war bezeichnet worden. Es war, als wenn die Windein ihrem unzeitigen Eifer ihre ganze Wnth erschöpft hätten; vonder mäßigen, in die der Orkan sich gegen das Ende der Mitter-nachtwache verwandelt hatte, fielen sie in eine schlaffe, unstätigeKühlte, nnd che noch die Sonne anfging, hatte selbst dieses leiseSchwanken einer todten Windstille Platz gemacht. Die See sankgleichzeitig mit dem Hinschwinden der Macht, die sie aufgeregt hatte,nnd wie nun der goldene Sonnenstrahl das unbeständige Elementmit seinem vollen Glanze übergoß, lag der Ocean mild nnd heiterda, und die lange», langsamen Bewegungen seiner Wellen glichendem ruhigen Athemholcn eines schlafenden Säuglings.

Es war noch früh, nnd die Heiterkeit des Himmels und derSee verhießen einen Tag, welcher Nnhe genug darbieten dürfte,zur Ersinnnng der nöthigen Mittel, nm das Schiff einigermaßenwieder unter die Gewalt seiner Mannschaft zu bringen.

Untersncht die Pumpen," sagte Wilder, als er sah, wie vonder Mannschaft Einer nach dem Andern ans seinem Schlupfwin-kel, wo er sich mit seinen Sorgen während des letzten Thcils der