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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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Ein einziger Hieb reichte hi». Das Reep, ohnedieß schondurch die ungeheure Wucht, die eS aufrecht hielt, bis zum Reißengespannt, war kaum abgehauen, als die übrigen alle, eines raschnach dem andern, von selber abriffen, und es nunmehr dem Mastallein überließen, das schwere und verwickelte Tanwerk zu tragen.Nun krachte das Holz, und nun fiel, gleich einem Baum mit längstangcfreffenen Wurzeln, das ganze Tauwerk vollends in die See,die es, noch am Mast, auch schon beinahe berührt hatte.

Fällt das Schiff jetzt ab?" rief Wilder sogleich dem aufmerk-samen Steuermann zu.

Es gab ein wenig nach, Herr; allein dieser frische Stoß legtes wieder um.

Soll ich znhanen?" schrie Earing vom Hanpttanwcrk, wohiner, wie ein Tiger auf seine Beute, gesprungen war.

Han't zu!" war die Antwort.

Ein lautes und fürchterliches Krachen folgte diesem Befehl,obgleich erst verschiedene Male in den Hauptmast selbst eingehauenwerden mußte. Die See verschlang, wie vorher, das ganze hin-cinstürzende Labyrinth von Raaen, Tauen und Segeln, und dasSchiff, sich augenblicklich von seiner seitwärts geneigten Lageanfhebend, rollte langsam windwärts.

Es richtet sich auf! es richtet sich auf!" schrieen zwanzigStimmen, die bisher in einer Leben und Tod in sich schließendenErwartung verstummt waren.

Laßt es gemach abfallen!" fügte die herrscherische, aber fort-während ruhige Stimme des jungen Commandenrs hinzu.Herbei,das Vormarssegel einznschnüren laßt es einen Augenblick hangen,damit es das Schiff aus der Nähe des Wracks wegziche nun kappt,flink, ihr Leute, kappt zu, mit Aexten und Messern, was ihr könnt!"

Da die Matrosen jetzt durch die wiederkehrende Hoffnung mitfrischer Kraft arbeiteten, so waren die Tane, durch welche die ge-fallenen Spieren noch mit dem Schiffe verwickelt blieben, gar bald