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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Das kommt auf die Art an, wie man mißt. Kann sein,daß cs in diesem Augenblicke hier liegt, nahe genug, um unseinen Zwieback in die Tops werfen z» könne»; kann aber auchsei», daß es dort liegt, wo wir es zu sehen scheinen, mit demRumpf ganz in den Horizont getaucht."

Wenn es auch wirklich dort liegt, wie weit ist's ab?"

Je nun, dem Scheine nach ist's ein Schiff von ungefährsechshundert Tonnen, und nach dem äußern Blick zu urtheilen,möchte man sagen, es liege ein paar Stunden, drüber oder drun-ter, leewärts ab von uns."

Das stimmt mit meiner Berechnung! Sechs Meilen ") windabist bei einer scharfen Jagd kein unbedeutender Vorsprung. BeimHimmel, Earing, ich will den Kerl hinter mir lassen, und sollteich die Carolina bis ans's Trockene treiben!"

Das wäre thnnlich, wenn das Schiff Flügel hätte wie eineSeemöve; so aber glaub' ich, treiben wir es auf den Grund."

Es hält sich noch immer gut unter der vielen Leinwand; Siewissen nicht, was dasBoot aushalten kann, wenn es angctrieben wird."

Ich habe es bei allen Gattungen von Wetter segeln sehen,aber, Herr Kap ...."

Sein Mund verschloß sich plötzlich. Eine ungeheure schwarzeWoge erhob sich zwischen dem Schiffe und dem östlichen Horizont,im Heranrollen alles ihr in den Weg Kommende zu verschlingendrohend. Selbst Wilder sah dem Stoß mit athemlvser Angst ent-gegen, und für den Augenblick drängte sich ihm das Gefühl ans,daß die Klugheit doch wohl nicht rechtfertige, das Schiff mit sogroßem Ungestüm gegen eine solche Wasscrmaffe angetrieben zuhaben. Einige Klafter vor dem Bug der Carolina überstürzte sichdie Woge und eine Flut von Schaum verhüllte das Verdeck. Einehalbe Minute lang verschwand das Vordertheil des Schiffes,gleichsam als wollte es unter der Woge, die es nicht erklimmen

') Englische Meilen, wovon ungefähr fünf auf eine deutsche gehen.