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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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nach und nach durch diese Anhäufung von Beweisen zum Wankengebracht mar.

Das denk' ich auch/' fuhr Nighthead fort,Andere verstehenes vielleicht besser als ich, der ich erst sünfunddreißig Jahre zurSee bi». Dazu kommt nun noch, daß das Meer nun auf einmalin Aufstand geräth, kein Mensch weiß wie? und dann schaut ein-mal diese Haufen von Wolken, die den Himmel verdunkeln, undtrotzdem kommt Euch so viel Licht ans dem Meer hervor, daßEiner dabei lesen könnte, wenn er sonst ein tüchtiger Gelehrter ist."

Ich habe doch aber schon oft Wetter'wie das jetzige gesehen."

Das hat wohl Jeder. Es geschieht selten, daß Einer, er magkommen, von wannen er will, schon die erste Seereise als Kapitänmitmachtc. Wer diese Nacht zur See ist, er sei, wer er wolle,ich stehe dafür, der ist nicht das erste Mal da. Hab' auch schonschlimmer aussehenden Himmel, ja sogar schlimmer anssehcndcsWasser über und unter mir gehabt; aber etwas Gutes ist meinesWissens weder aus dem einen noch ans dem andern jemals gewor-den. In der Nacht, wo ich schiffbrüchig wurde in der Bai"

He, ihr auf der Kühl dort!" erschallte der ruhige Gebietcr-ton Wilders.

Wäre eine warnende Stimme dem stürmisch cinherrauschendenOceau entstiegen, nicht schrecklicher würde sie den getroffenenOhren der sich schuldbewußten Matrosen geklungen haben, alsdieser plötzliche Nnf. Der junge Befehlshaber sah sich gcnöthigt,ihn zu wiederholen; denn Nighthead, dem cs von Amtswegcnznkam, zu antworten, konnte dazu nicht gleich Entschlossenheitgenug aufbieten.

Setzt das Voroberbramsegel bei!" fuhr Wilder fort, als end-lich der gewöhnliche Erwiederungsrufihm sagte, daß er gehört werde.

Der Maat und seine Gefährten sahen einander einen Augen-blick mit dumpfer Verwunderung an, und manches melancholischeKvpfschütteln wechselten sie, ehe Einer von ihnen endlich sich in