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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Ich komme eben erst herauf; aber der Kamerad, den ich ab-lvste, sagte, schon über eine Stunde."

Und ist der Andere, den du abgelvst hast, herabgekommen?oder was seh' ich dort leewärts ans dem Maste sitzen?"

's ist Robert Brace, Sir; er sagt, er könne nicht schlafen,und wolle ans der Naa sitzen bleiben und mir Gesellschaft leisten."

Schick' ihn herab, ich will ihn sprechen."

Unter derZeit, daß der schlaflose Matrose am Tanwerkhernnter-stieg, verharrten die beiden Offiziere im Schweigen, und Jeder schienganz mit dem Nachdenken über das Vorgefallene beschäftigt.

Und warum bist du nicht in deiner Hängematte?" sagteWilder etwas rauh zu dem Matrosen, der eben in Folge seinerOrdre ans die Schanze herabkam.

Ich steuerte gerade nicht schlafwärts, Euer Gnaden, und dawollt' ich denn noch ein Stündchen droben znbringen."

Und warum bist du, der du so schon zwei Nachtwachen hast,so bereit, eine dritte freiwilligerweise zu thnn?"

Die Wahrheit zu gestehen, Herr, ich habe einige schlimmeAhnungen, was diese Fahrt anbelangt, schon von dem Augenblickan, wo wir die Anker lichteten."

Mistreß Wyllys und Gertraud, welche dies; Gespräch mit an-hörten, traten bei den letzten Worten unwillkürlich näher, undlauschten mit einer Aufmerksamkeit, deren hoher Grad sich durchdas Spiel ihrer Nerven und den schnelleren Puls verrieth.

Hast auch deine Zweifel, Kerl!" rief der Kapitän etwas ver-ächtlich.Darf man fragen, was du hier am Bord gesehen hast,um dem Schiffe nicht zu trauen?"

Fragen ist erlaubt^ Euer Gnaden," erwiederte der Seemann,und zerknitterte den Hut zwischen seinen Händen, die einen Griffhatten, so fest wie zwei eiserne Schrauben,drum hoff ich, Antwor-ten auch. Seht, ich schlug ein Ruder in der Schute heut' früh,die auf den Granbart Jagd machte, nnd ich müßte lügen, wenn