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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Aber sehen Sic denn nicht, das; es da steht, wo kein Fahr-zeug stehen könnte oder sollte, es müßte denn mit »ns genan voneinem nnd demselben Ort Herkommen?" unterbrach ihn Wilder.Nichts, was ans irgend einem Hafen, südlich von Newport,segelte, konnte so weit nordwärts bei solchem Winde; von derKolonie Jork aber kann nichts, was nach Osten segeln will, somit dem Vordertheil stehen, nnd will cs südlich segeln, vollendsnicht an jenem Punkte."

Dem langsamen, aber gesunden Jdecngang des ehrlichen Maa-ten war dieses Raisonncmcnt, das dem Leser etwas unklar seindürfte, deutlich genug; denn sein Kopf enthielt eine Art Seekarte,welche er zu jeder Zeit, mit klarer Unterscheidung zwischen denzwcinnddreißig Winden und alle» verschiedenen Punkten des Kom-,paffes, zu Rathe ziehen konnte. Daher leuchtete nun, nach dererhaltenen Anleitung, seinem seemännischen Verstände bald ein,daß es mit den Folgerungen seines jungen Vorgesetzten doch wohlleine Richtigkeit haben konnte; nnd nicht lange, so ging er weiternoch als dieser, indem Verwunderung sich seiner stumpfere» Ur-theilskraft bemächtigte.

Ja wahrhaftig, 's ist geradezu unnatürlich, daß der Wichtjust dort stehen sollte!" crwicderte er mit bedächtigem Kopfschüt-t?ln; wollte aber damit nichts weiter sagen, als daß er es mitseinen Ideen von Seefahrerknnst nicht znsammenreimcn konnte;ich sehe die Weisheit dessen, was Sie sagen, wohl ein, HerrKapitän, nnd der Verstand steht mir stille dabei. Es ist aberdoch, aller moralischen Gewißheit nach, ein Schiff!"

Das unterliegt keinem Zweifel; aber ein höchst sonderbarstationirtcs Schiff!"

Ich doublirte das Kap der guten Hoffnung im Jahre 48,"fuhr der Andere fort,nnd sah ein Schiff liegen, da, ans unsererWindseite (dem Wicht dort just entgegengesetzt, da er leewärtsvon nrs steht), aber dort sah ich ein Schiff eine ganze Stunde