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es folgten einander lange Linien weißen, gleißenden Schaumes,die, freilich nnr anf Angenblicke, der Oberfläche der Gewässereine Helle gaben, welche dem Himmel oben abging. Das Schiffneigte sich stark anf eine Seite hin, nnd jedes Mal, wie es einefrische Woge dnrchschnitt, bildete sich ein weiter Halbkreis vonSchaum vor ihm her, gleichsam als tanzte das Element vor sei-nem Pfade daher. Allein wenn auch die Zeit günstig mar, derWind nicht entschieden conträr, nnd der Himmel wohl düster,aber nicht drohend anssah, so lieh ein gewisses irres, ,für denBlick eines Nicht-Matrosen unnatürliches', Licht der ganzen Scenedas Ansehen der ödesten Verlassenheit."
Gertraud fuhr etwas in sich zusammen, als sie auf's Verdeckkam, ein Ton schanerlichen Entzückens entschlüpfte ihr unwillkürlich.Anf die dunkel wallenden Wogen am Horizont, wo jenes über-natürliche Leuchten am stärksten zu bemerken war, schaute auchFrau Wyllys hin, nnd fühlte tief, wie so ganz sie sich in denHänden des Wesens befände, welches die Wasser wie das Landerschaffen hat. Hür Wilder hatte das Schauspiel nicht mehr Er-regendes, wie ein heiteres Himmelsgewölk für die auf dem Lande;er war des Anblicks zu gewohnt, um noch dadurch zur Andachtoder znm Entzücken hingerissen werden zu können. Aber anderswar es mit seiner jugendlichen und ein wenig zur Schwärmereigeneigten Reisegefährtin. Der Schauer des ersten Anblicks gingin die Flut der Bewunderung über, und sie rief:
„Eine monatlange Gefangenscbaft in einem Schiffe wird über-schwänglich belohnt durch einen einzigen solchen Anblick! Ach,Herr Wilder, Sie sind ein glücklicher Mensch, Sie können diesesSchauspiel genießen, so oft Sie wollen."
„Ach ja, es ist recht angenehm, gewiß. Ich wollte, der Windräumte um einen oder zwei Punkte! Dieser Himmel will mir
winden lebhafter ist. als bei Westwinden; obgleich er sich nicht anmaßt, das Phä-nomen Physikalisch erklären zu wollen.
Der rothe Seeräuber.
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