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diesem halb bewußtlosen Hinstarreu weckte ihn eine leise Berührungam Ellbogen. Etwas entrüstet über die Zudringlichkeit wendete ersich hastig um, und sah einen Knaben von ungefähr fünfzehn Jah-ren vor sich. Seine Abwesenheit des Geistes machte, daß er erstbeim zweiten Blick den Burschen des Freibeuters wiedercrkannte;unsere Leser kennen ihn schon unter dem Namen Roderich.
Sein Befremden über die zudringliche Unterbrechung seiner Be-trachtungen ging nun in Unwillen über. „Was beliebt?" fragte er.
„Ich bin beauftragt, Ihnen diese Befehle zu übergeben," wardie Antwort.
„Befehle!" erwiederte der Jüngling, indem er die Lippen anf-warf: „wahrlich, die Macht verdient Gehorsam, deren hohe Ver-fügungen durch solche Hände gehen."
„Es ist eine Macht, der man noch nicht ohne Gefahr unge-horsam gewesen ist," erwiederte mit Ernst der Knabe.
„So! da muß ich mich denn freilich ungesäumt mit dem In-halt bekannt machen, sonst dürfte wohl der Verzug verhängnißvollsein. Hat man dich geheißen, auf Antwort zu warten?" Währenddieser Worte hatte er den Brief erbrochen, und als er bei derSchlußfrage anfblickte, war der Bote schon verschwunden. Einso behendes Wesen, wie Roderich, in dem Labyrinth von Gegen-ständen aller Art, die ans dem Löschplatz und dem Strand ent-lang »mherlagen, einzuholen, wäre vergebliches Bemühen gewe-sen, daher öffnete er das Papier und las, was folgt:
„Ein Zufall hat den Schiffer des znm Absegeln bestimmtenFahrzeuges, die Royal Carolina genannt, unfähig gemacht,seinem Amte vorzustchen. Der, dem die Ladung übergebenist, hat kein Vertrauen in die Fähigkeit des Nächsten imRange auf dem Schiff; absegeln muß es aber. Man lobtcs als einen Scharfsegler. Wen» Sie Zeugnisse über IhreAufführung und eignende Kenntnisse besitzen, benutzen Siedie Gelegenheit, und verdienen Sie sich den Rang, den Sie