gehört habe» magst; den» die Meinung des alten Seemanns, dermit meinem betrauerten Admiral segelte, bestärkt mich in der Ueber-zengnng, daß Alles nur ans Jrrthum hervorgegangen ist."
„Der Verräther, der Schurke," murmelte Wilder.
„Hat Jemand gesprochen?" sagte Fra» von Lacey; wie sieaber keine Antwort erhielt, fuhr sie fort: „Nach einer reiflichenUcberlegnng finde ich, daß die Meinung des alten Matrosen ansein Haar mit der meinigen nbereinstimmt. Es ist freilich eine großeNachlässigkeit, die Sicherheit des Bugspriets den Wasscrstagen undWnhlingen zu überlassen, aber das ist, wie auch mein Freund, derAlte, meint, ein Versehen, welches mit Borgstagen und Bindselnwieder gut gemacht werden kann. Hab' dem Schiffer ein Billetgeschrieben (Gertraud, liebes Kind, daß du ja den Schiffer,Schiffer Nichols' nennst, denn nur die, welche von Sr. Majestätangcsteltt sind, haben gerechte Ansprüche ans den Titel: Kapitän;es ist ein ehrenvoller Posten, dem die größte Ehrerbietung gebührt,denn eigentlich kommt er gleich nach dem Posten eines Flaggcn-Offiziers), ich habe also dem Schiffer über die Sache geschrieben,und er wird schon dafür sorgen, alles Fehlende in Stand zu sehen,und somit, mein Kind, segne dich Gott; nimm dich so sehr inAcht als möglich, schreib' mir mit jeder Gelegenheit, grüß' herzlichdeinen Vater, und sei ja recht ausführlich in deiner Beschreibungvon den Wallfischen." Beim Ende dieser Rede waren die Angender würdigen, gutherzigen Matrone voll Thräncn, und das Natür-liche in dem Zittern ihrer Stimme erfüllte Jeden, der sic hörte,mit gleicher Rührung. In dieser herzlichen Stimmung wurde endlichdas letzte Lebewohl gegeben, und in der darauf folgenden Minutehörte man schon den Rnderschlag der Bootsknechte, welche unsereReisenden znm Schiff hinführten.
Mit einer Aufmerksamkeit, die an das Schmerzliche gränzte,und von der er sich wohl selbst keine Rechenschaft geben konnte,lauschte Wilder dem wohlbekannten Schlagen der Ruder. Aus