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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Ich bin, wie gesagt, »ne ein armer Mann, Master Harris;aber ich habe zn meiner Zeit manchen Wachtposten kommandirt;nnd so alt »nd rostig als ich Euch scheinen mag, bin ich manchelange Nacht auf dem Verdeck gewesen, ohne andere Beschäftigungals meinen Gedanken nachznhangen. Freilich Hab' ich dabeinicht so viel von der Philosophie abgekriegt, als ein besoldeterHerr Pfarrer, oder ein bezahlter Herr Richter. Lastet Ench's aberdennoch von mir sagen, es ist ein dnmm Ding um Einen, derweiter nichts ist, als der Bewohner einer Kolonie. Es benimmtEinem allen Stolz nnd allen Math, nnd hilft Einen zu demmachen, wozu das Mutterland sein Herr nnd Meister ihngern gemacht haben will. Ich will nichts mehr sagen vom Obst,von seinen Gerichten, von dem, was Leckerei heißt und aus demLande zn uns kommt, von dem Ihr nnd ich nur zn viel gehörthaben; ich will nur mit dem Finger nach jener Sonne hinzcigen,nnd fragen:Denkt Ihr, daß König Georg die Macht hat, sieans das Stuck Insel, wo er lebt, eben so wohlthätig scheinen zulasse», als sie hier in seinen unermeßlichen Provinzen von Ame-rika scheint?"

Gewiß, nein; aber Ihr müßt doch zngeben, was Jeder be-hauptet, nämlich: daß Englands Erzengniffc den Vorzug habenüber. . . ."

Ei was? Eine Kolonie segelt immer an der Leeseite desMutterlandes. So sagt man und so ist's; warum? weil man'ssagt. Ja, sagen läßt sich Vieles, Freund Harris. Mit Worte»wird's abgethan. Worte Worte Worte! mit Wortenkann man sich selbst ein Fieber an den Hals reden. Mit Worteneine ganze Schiffscompaguie bei den Ohren festhalten. Mit Wor-ten macht man Kirschen zn Pfirsichen, eine Butte zum Wallfisch.Wimmelt nicht die unendliche Seeküste von Amerika, wimmelnnicht alle unsere Flüsse, See'n, Bäche von Fischen, vom Reichthumnnd Fett unseres Landes? Und doch muß man mit anhören, daß die