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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
162
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auf die Bucht des ehrliche» Joseph Jvram; hier findet Ihr einenschmucken Ankerplatz, wie sich ihn kein Handelsmann besser in de»Kolonien wünschen kann. Ich werde indessen den kürzer» Wegnehmen, den Hügel vollends hinabgchen, und dann so ziemlich mitEuch zugleich einlanfen."

Wozu die vielen Manöver, das Lavircn, die Qnerzüge? KönntIhr denn kein vernünftig Wort Vorbringen oder anhören, wenndie Nnmflasche nicht ihre Dienste thnt?"

Keine Beleidigung, Bruder! Ich bin nicht der Mann, wofürIhr mich anseht. Ihr sollt mich mit der Zeit besser kennen lernen.Einen so nüchternen Menschen, wie ich, findet Ihr schwerlich zuEurem Auftrag. Nein, Bruder, ich habe zu unserer Trcnnung hierganz andere Gründe. Gesetzt, Jemand merkte, das; mir die StrasseZusammengehen und uns unterhalten, Ihr, der in keinem gutenRufe bei der Lady steht, und ich, der so viel bei ihr gelte,würde ich meine Glaubwürdigkeit nicht verlieren?"

Ihr habt recht. Macht, das; Ihr fortkommt, und dann laßtmich Ench bald wieder treffen, denn da sie im Begriff sind, sicheinznschiffen, ist keine Minute zu verlieren."

Seid ohne Sorgen; mit dem Einschiffen hat's so bald keineNoth," sagte der Alte, die flache Hand über den Kopf ansstreckcnd,um den Wind anfznfassen.Da ist noch nicht 'mal Luft genug,die rothen Wange» der jungen Lady dort oben abznkühlen. Ihrkönnt gewiß sein, daß ihnen das Zeichen nicht eher gegeben wird,bis sich der Abfahrtwind eingefunden hat."

Wilder winkte ihm zum Abschiede mit der Hand, und trat denWeg an, den ihm Jener vorgezeichnct hatte. Im Gehen dachte erdem Eindruck nach, welchen die frischen und jugendlichen ReizeGertrauds sogar ans den alten herzlosen Mann gemacht, der sichin diesem Augenblick ihrer bildlich erinnert hatte, und sie in seineWindprobe dichterisch einwob. Der Eindruck war nicht tief, dennals er dem abgehenden Wilder eine kleine Weile mit pfiffigem