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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Und was brauchtet Ihr der Alten den Jrrthum zu beneh-men?" fragte stvlz Wilder.

Nicht wahr? Ihr märet mir wohl anmnthen gewesen, nachfünfzigjährigen Seereisen zu dulden, daß man in meiner Gegen-wart von Holz und Eisen auf eine so nnehrbare Weise spreche!Die Ehre eines Schiffs liegt einem alten Seehunde ebensosehram Herzen, als die Ehre seines Weibes oder seiner Liebsten."

Hort mich an, Freund; Ihr lebt, wie ich denke, wie AndereEures Gleichen, von Essen und Trinken?"

Ein wenig von jenem, ein gut Theil von diesem," erwiederteder Alte, sich vor Lachen ausschüttend.

Und um Euch Beides zu verschaffen, macht Jhr's wie diemeisten vom Scevolk; schwere Arbeit, saurer Schweiß und be-ständige Lebensgefahr?"

Hm! Das Sprichwort sagt: ,Pferdearbeit, Eselskost'; sogeht's uns Allen!"

Nun so will ich Euch ein Mittel an die Hand geben, 'malleichter davon zu kommen, Geld zu verdienen ohne Müh', und eszu verthnn nach Gefallen. Wollt Ihr Euch ans ein paar Stun-den bei mir verdingen? Seht, da habt Ihr ein Handgeld, und fürguten Lohn seid nicht besorgt, wofern Jhr's ehrlich mit mir meint."

Der alte Mann streckte die Hand ans und griff nach der Guinee,die ihm Wilder über die Schulter hin hielt, ohne es einmal für 'nöthig zu halten, sich nach seinem Rekruten umznsehc».

's ist doch keine falsche?" sagte er, und klopfte damit anseinen Stein.

Aecht Gold, rein Gold, wie cs mir ans der Münze kom-men kann."

Der Alte steckte das Stück ruhig ein, nnd fragte dann mitroher, entschiedener Stimme, wie Einer, der zu Allem bereit wäre:

Was für eine Hühnerlatte habe ich für das Geld zu stehlen?"

Nichts so Erbärmliches und Niedriges. Ihr habt nichts weiter