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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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wieder ans- und abgehcnd,wenn ich einem offenen Gefühl undeinem jugendlichen Enthusiasmus zu sehr vertrante. Ich mußtemich sehr irren, wenn der junge Mann nicht Grunde hätte, mitder Welt unzufrieden zu sein, und sich nicht in der Absicht ein-schiffte, irgend einen Roman zu spielen. Mich von ihm betrügenlassen, könnte schlimme Folgen haben; und ans jeden Fall kannman nicht behutsam genug zu Werke gehen. Er ist mit den beidenMatrosen genau bekannt und eng verbunden. Ich muß tiefer inseine Geschichte eindringen. Das Alles muß mir mit der Zeit klarwerden. Ich behalte für's Erste die Beiden als Bürgen für seineRückkehr und seine Treue Kommt es heraus, daß er ein Be-trüger ist, ei nun! die beiden Männer sind ja ein paar Schif-fer, und wie viel ihres Gleichen sind schon im wilden Seedienstdaranfgegangen! Ja, so ist's am besten; und überdies; kann Ver-jünge Mann keinen angelegten Plan von meiner Seite ahnen,wenn er selbst, wie ich hoffe und wünsche, es ehrlich meint."

So, oder ungefähr so, dachte der Rover über diese Angelegen-heit, und beschäftigte sich damit einige Minuten nach dem Abgängedes Generals. Seine Lippen bewegten sich beim Denken; baldlächelte er, bald war sein Blick ernster und finster, während seineZüge zu sprechen schienen. Alles an ihm gab Zengniß, daß seinGeist tief und heftig arbeitete. So wie er abwechselnd dachte,so wechselten auch Gang und Schritt und Gebende; sie warenbald schneller, bald langsamer, bald excentrischer. Plötzlich aberund mit einem Male hielt er inne, als ihm gegenüber eine Ge-stalt sich zeigte, oder vielmehr eine Erscheinung.

Denn indessen er sich allein glaubte und sich ganz sich selbstüberließ, waren zwei handfeste Matrosen eingetreten, und hattensich, nachdem sie ein menschliches Wesen hereingetragen und ab-gesetzt, in aller Stille wegbcgeben. Vor dieser Masse stand nunder Rover. Das Staunen war gegenseitig, und wurde lange vonkeinem Theil unterbrochen. Befremden und Unentschlossenheit hielten